Krankenkasse ist für Mutter-Kind-Kur zuständig

mp Berlin - Mutter-Kind-Kuren können Mütter entlasten.nn(Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/570903) Salih Ucar / pixelio.de

Krankenkasse ist für Mutter-Kind-Kur zuständig

Mütterkuren oder Mutter-Kind-Kuren dienen der Krankheitsvorsorge oder Behandlung von Krankheiten, die im Zusammenhang mit der Erziehungs- und Familienarbeit entstehen.

Mütterkuren oder Mutter-Kind-Kuren dienen der Krankheitsvorsorge oder Behandlung von Krankheiten, die im Zusammenhang mit der Erziehungs- und Familienarbeit entstehen. Häufig handelt es sich dabei um die medizinische Behandlung von Erschöpfungszuständen des Erziehenden. Im Fokus stehen vor allem Mütter, die aufgrund von schwierigen Familiensituationen wie Trennung, Pflege oder Alleinverantwortung unter einer besonderen Belastung stehen. Laut dem Sozialgesetzbuch liegen diese Behandlungen im Zuständigkeitsbereich der Krankenkassen. Die spezielle Kur muss vor Antritt beantragt werden. Der Antrag kann abgelehnt werden, wenn zum Beispiel kein Bedarf ersichtlich ist.

In zwölf Prozent der Fälle kommt es jedoch vor, dass der Antrag einer Mutter auf eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kur von ihrer zuständigen Krankenkasse mit der Begründung abgelehnt wird, der Rentenversicherungsträger sei für den Antrag zuständig. Eine solche Umlenkung ist aber nur dann zulässig, wenn die Erwerbsfähigkeit der Mutter konkret gefährdet oder eingeschränkt ist.

Das hat dann aber in der Regel nichts mehr mit dem Kerngedanken der Mutter-Kind-Kur zu tun. Dazu Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes, in Berlin: "Leider wird immer wieder die Berufstätigkeit der Mutter zum Anlass genommen, um zu erklären, dass die eigene Krankenkasse angeblich nicht zuständig sei." Schilling erklärt: "Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen nach §§ 24 und 41 SGB V werden vom Rentenversicherungsträger gar nicht angeboten. 12 Prozent Umlenkungen sind deshalb nicht akzeptabel."


Zwar zeigt eine neue Statistik des Müttergenesungswerkes eine sichtbare Verbesserung der Bewilligungssituation für das gesamte Jahr 2012. Aber gerade vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass die Quote der unrechtmäßigen Umlenkungen des Antrags auf die Rentenversicherungsträger gleichmäßig hoch bleibt. Schilling rät den Antragstellerinnen: "Sollte die Krankenkasse Ihren Antrag einfach weiterleiten, informieren Sie die Rentenversicherung direkt, dass Sie eine Mütter- oder eine Mutter- Kind- Kur beantragen und keine Reha-Maßnahme der Rentenversicherung."

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