Leistungsdruck verführt zur Droge Crystal Meth

mp Berlin - Stress und Leistungsdruck führen dazu, dass Crystal Meth immer öfter auch von Managern, Schichtarbeitern und selbst Eltern konsumiert wird.nn(Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/637389) Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Leistungsdruck verführt zur Droge Crystal Meth

Schäden an Magen, Leber und Nieren, Herzrhythmusstörungen, faulende Zähne, Hautausschläge und schwere Schlafstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Aggression, Depression, Wahnvorstellungen, Halluzinationen - die Droge Crystal Meth konsumieren trotz ihrer immensen gesundheitlichen Schäden gestresste Manager, Schichtarbeiter und selbst Eltern.

Schäden an Magen, Leber und Nieren, Herzrhythmusstörungen, faulende Zähne, Hautausschläge und schwere Schlafstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Aggression, Depression, Wahnvorstellungen, Halluzinationen - die Droge Crystal Meth konsumieren trotz ihrer immensen gesundheitlichen Schäden gestresste Manager, Schichtarbeiter und selbst Eltern. ,,Die Wirkung von Methylamphetamin ist fatal. Im Vergleich zu anderen Drogen - beispielsweise Kokain - erreicht die Substanz im Belohnungszentrum des Gehirns eine noch schnellere Wirkung und höhere Konzentration. Dies hat eine extreme Steigerung des Selbstwertgefühls zufolge, die kaum eine andere Droge erreicht", erklärt Professor Stefan Bleich von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit Sitz in Berlin. "Die Konsumenten erleben einen enormen Schub an Selbstbewusstsein, Euphorie und Wachsamkeit, sie fühlen sich glücklich, tatkräftig und großartig, wie sie es nie zuvor erlebt haben. Dieses Erlebnis macht die Droge so attraktiv und verursacht in Kombination mit den schwer erträglichen Entzugssymptomen einen starken Suchtdruck. Dieses unter Fachleuten als «Craving» bezeichnete Bedürfnis, die Droge erneut zu konsumieren, kann schon nach einmaligem Konsum sehr ausgeprägt sein und ein unausweichliches Verlangen provozieren."

Unter dem Einfluss der Droge schwinden auch Gefühle wie Angst, Hunger und Schmerz, während Leistungsfähigkeit und das sexuelle Bedürfnis steigen. Auf das Abklingen der Wirkung folgen Antriebsarmut, ein allgemeines Schwächegefühl, Kopfschmerzen sowie ein reduziertes Selbstwertgefühl und depressive Verstimmungen. "Crystal putscht Körper und Geist länger auf als übliche Amphetamine oder Kokain. Im Studium und Berufsleben wird die Droge von Menschen konsumiert, die einen hohen Leistungsdruck verspüren oder die auch körperlich viel leisten müssen etwa bei Nacht- oder Schichtarbeit", so Bleich und ergänzt: "Doch auch Mütter und Väter, die sich offenbar einem hohen Druck ausgesetzt sehen, konsumieren die Droge, um ihren Alltag besser bewältigen zu können." Bleich rät dazu professionelle Hilfe möglichst früh in Anspruch zu nehmen.?Erste Anlaufstellen bei Drogenmissbrauch können Drogenberatungsstellen sein. Auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) können Drogenkonsumenten nach Suchtberatungsstellen in ihrer Nähe suchen. www.psychiater-im-netz.org

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