Schlichtung zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft erneut ausgesetzt

Schlichtung zwischen GDL und Bahn dauert an Bild: AFP

Schlichtung zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft erneut ausgesetzt

Die Schlichtung im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer kommt nur schwer voran. Das Verfahren wurde am Donnerstag erneut ausgesetzt und verlängert sich um etwa drei Wochen.

Die Schlichtung im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kommt nur schwer voran. Das Verfahren werde erneut ausgesetzt, teilten die Schlichter Bodo Ramelow und Matthias Platzeck am Donnerstag mit. Die Schlichtung verlängere sich dadurch um etwa drei Wochen. Dies sei aufgrund der "komplexen Sachverhalte" nötig, "um im beiderseitigen Interesse beschlussreife Ergebnisse zu erzielen".

Die Schlichtung hatte am 11. Januar begonnen und sollte zunächst drei Wochen dauern. Sie wurde aber bereits einmal unterbrochen und verlängert; nun wird das Verfahren zum zweiten Mal ausgesetzt. Für alle Beteiligten gilt während der Schlichtung Stillschweigen. Streiks sind in dieser Zeit ausgeschlossen.

In dem Tarifkonflikt geht es neben einer höheren Vergütung auch um eine neue Verteilung zu Arbeits- und Ruhezeiten. Die Bahn bot zuletzt 4,2 Prozent mehr Lohn in zwei Stufen, eine Einmalzahlung von 550 Euro sowie ein Wahlrecht für Mitarbeiter zwischen mehr Geld, mehr Urlaub oder einer geringeren Arbeitszeit. Sie bot auch eine Verbesserung der Planbarkeit bei Schicht- und Nachtarbeit. Die GDL forderte unter anderem eine echte Fünf-Tage-Woche mit anschließenden zwei Tagen Freizeit.

Die Gewerkschaft hatte kurz vor Weihnachten die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtung in Gang gesetzt. Als Schlichter fungieren der thüringische Ministerpräsident Ramelow (Linke) und der frühere brandenburgische Regierungschef Platzeck (SPD). Beide hatten bereits im Frühsommer 2015 erfolgreich einen von etlichen Streiks begleiteten Tarifkonflikt von Bahn und GDL geschlichtet.

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