Atomkraftwerk in Slowenien schaltet sich wegen Wasserproblemen automatisch ab

Krsko erzeugt 40 Prozent des Stroms in Slowenien Bild: AFP

Atomkraftwerk in Slowenien schaltet sich wegen Wasserproblemen automatisch ab

Im Atomkraftwerk Krsko in Slowenien hat es Probleme mit der Wasserversorgung gegeben, der Reaktor schaltete sich von selbst ab. Die Anlage ist seit 1983 im Betrieb und sollte eigentlich 2023 abgeschaltet werden - nun läuft sie aber 20 Jahre länger.

Das Atomkraftwerk im slowenischen Krsko hat sich wegen eines Problems bei der Wasserversorgung automatisch selbst abgeschaltet. Es habe Unregelmäßigkeiten bei einem Ventil gegeben, das die Wasserversorgung reguliere; dies habe den automatischen Abschaltmechanismus in Gang gesetzt, erklärten die Betreiber der Anlage am Donnerstag. Eine Gefahr für die Umwelt bestehe aber nicht, hieß es.

Der 700-Megawatt-Reaktor wurde noch im ehemaligen Jugoslawien gebaut und ist seit 1983 in Betrieb. Seit dem Zusammenbruch Jugoslawiens wird das Atomkraftwerk gemeinsam von Slowenien und Kroatien verwaltet und versorgt auch beide Länder mit Strom. Eigentlich sollte die Anlage in Krsko 2023 abgeschaltet werden, die beiden Länder einigten sich vor zwei Jahren aber auf einen Weiterbetrieb für eine Dauer von 20 Jahren.

Umweltgruppen, darunter die Organisation Greenpeace, fordern seit langem den Abriss des Atomkraftwerks. Als Gründe geben sie das Alter der Anlage sowie deren Lage in einer für Erdbeben anfälligen Region an.

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