Südkoreanische Reederei Hanjin wird abgewickelt

Hanjin-Terminal in südkoreanischer Hafenstadt Busan Bild: AFP

Südkoreanische Reederei Hanjin wird abgewickelt

Die südkoreanische Reederei Hanjin ist bald Geschichte. Ein Gericht in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul erklärte das Unternehmen offiziell für pleite. Die Entscheidung war erwartet worden.

Die südkoreanische Reederei Hanjin ist bald Geschichte. Ein Gericht in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul erklärte das Unternehmen am Freitag offiziell für pleite - damit wird es abgewickelt. Die Entscheidung war erwartet worden, nachdem ein Gutachten für das Gericht Anfang des Monats festgestellt hatte, dass eine Abwicklung von Hanjin mehr bringen werde als der Weiterbetrieb.

Die einst größte Reederei Südkoreas und Nummer sieben weltweit hat einen gigantischen Schuldenberg angehäuft. Beim Antrag von Hanjin auf Gläubigerschutz im vergangenen August wurde die Summe auf 5,37 Milliarden Dollar (5,05 Milliarden Euro) beziffert. Seither musste das Unternehmen den Großteil seiner Besitztümer rund um die Welt verkaufen und die meisten der 1500 Mitarbeiter entlassen. Doch zum Überleben von Hanjin reichte dies offensichtlich nicht.

"Wir werden versuchen sicherzustellen, dass der Insolvenzprozess es dem Unternehmen ermöglicht, Schulden bei allen Gläubiger in einer fairen und angemessenen Weise zurückzuzahlen", teilte das Gericht am Freitag mit. An der Börse in Seoul wurde der Handel mit Hanjin-Aktien ausgesetzt.

Es handelt sich um die bislang größte Firmenpleite im Seetransportwesen. Die Branche steckt wegen der schwächelnden Weltwirtschaft und Überkapazitäten in einer tiefen Krise. Der Reederei Hanjin wurden neben dem einem Rückgang des weltweiten Handels und sinkender Nachfrage aus China auch Managementfehler zum Verhängnis.

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