Bericht: Pandapaar

Bao Bao (Hintergrund) und Yen Yen im Berliner Zoo 2004 Bild: AFP

Bericht: Pandapaar "Mengmeng" und "Jiao Qing" für Berliner Zoo gefunden

Für den Berliner Zoo ist offenbar endlich ein Pandapaar gefunden: Die Bären aus China werden laut 'Welt' im Juli erwartet. In anderen Zoos gibt es derzeit keine Großen Pandas.

Für den Berliner Zoo ist einem Zeitungsbericht zufolge endlich ein Pandapaar gefunden: Die im Juli aus China erwarteten Bären heißen "Mengmeng" und "Jiao Qing", wie die "Welt" unter Berufung auf das Forstministerium in Peking vorab aus ihrer Freitagsausgabe berichtete. Pandamädchen "Mengmeng" und Partner "Jiao Qing" stammen demnach aus dem Chengdu-Reservat im Südwesten Cinas und wurden unter mehreren Kandidaten sorgfältig ausgewählt.

Zum Einzug in das neu gebaute Pandagehege im Berliner Zoo am 5. Juli haben sich Chinas Staatschef Xi Jinping und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt. Dem Bericht zufolge müssen aber bis dahin noch Hürden aus dem Weg geräumt werden. Das für zehn Millionen Euro errichtete Pandagehege sei aus Sicht Pekings zu klein, berichtete die Zeitung.

Nach Chinas technischen Vorschriften reiche die Höhe des Geheges nicht aus, sagte der im Forstministerium für Wildtierschutz zuständige Experte Liu Dewang der "Welt". Äußerst besorgt zeigte sich Liu zudem über den zu geringen Abstand des Pandahauses zu den Raubtiergehegen. Damit wachse das Risiko einer Infektion der Bären und von Verhaltensstörungen durch Tiergebrüll und Witterung.

"Wir haben unsere Änderungswünsche dem Zoo mitgeteilt, aber noch keine Antwort", sagte Liu. Er ist Leiter einer chinesischen Kommission, die kürzlich das Gehege in Berlin inspiziert hatte.

Der Direktor des Berliner Zoos, Andreas Knieriem, zeigte sich überrascht von der chinesischen Kritik am neuen Pandagehege. "Die Tiere sind bestens bei uns untergebracht", sagte er der "Welt". "Die Anlage hat ein Qualitätsniveau, wie man es nur selten auf der Welt sieht."

Knieriem verwies darauf, dass China die Haltungsrichtlinien für Pandas im März 2017 verändert habe. Zu dem Zeitpunkt sei die Berliner Anlage schon im Bau gewesen. "Wir werden nun Kontakt mit der chinesischen Seite aufnehmen, deren Bedenken wir ernst nehmen, die wir aber auch entkräften zu können glauben."

Mit "Mengmeng" und "Jiao Qing" hätte der Berliner Zoo fünf Jahre nach dem Tod des Bärenmännchens "Bao Bao" als einziger Tiergarten Deutschlands wieder Große Pandas in seiner Obhut. Der Einzug der beiden Pandas wird als ein Zeichen der engen Beziehungen zwischen Berlin und Peking gewertet. Denn der vom Aussterben bedrohte Panda ist für China von hohem symbolischen Wert.

Comments

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.