Chinesische Zeitung fordert Neutralität Pekings bei Angriff Nordkoreas auf USA

Trump und Chinas Xi Jinping beim Hamburger G20-Gipfel Bild: AFP

Chinesische Zeitung fordert Neutralität Pekings bei Angriff Nordkoreas auf USA

Chinas Tageszeitung 'Global Times' hat die Führung in Peking aufgefordert, bei einem Erstschlag Nordkoreas im Konflikt mit den USA 'neutral' zu bleiben. Sollten die USA und Südkorea militärisch angreifen, werde Peking sie daran hindern.

Die staatliche chinesische Tageszeitung "Global Times" hat die Führung in Peking aufgefordert, bei einem möglichen Erstschlag Nordkoreas im Konflikt mit den USA "neutral" zu bleiben. China solle deutlich machen, dass es in einem solchen Fall Neutralität bewahren werde, hieß es in einem Leitartikel der Freitagsausgabe. Das gelte dann, wenn Pjöngjang zuerst Raketen abfeuere, "die das Territorium der USA bedrohen", und Washington Vergeltung übe.

China kämpfte im Koreakrieg (1950-1953) an der Seite Nordkoreas. 1961 schlossen beide Länder einen Beistandspakt. Dennoch sollte Peking nicht eingreifen, sollte es zu einem Erstschlag Nordkoreas gegen die USA kommen, schrieb die "Global Times".

Sollten allerdings die USA und Südkorea militärisch angreifen und versuchen, die nordkoreanische Regierung zu stürzen sowie die politischen Gegebenheiten auf der koreanischen Halbinsel zu verändern, werde Peking sie daran hindern, hieß es in dem Leitartikel weiter.

Trump hatte Pjöngjang zuvor mit "Feuer und Wut" gedroht, wie sie die Welt noch nicht gesehen habe, und damit indirekt mit einen Atomwaffeneinsatz.

Daraufhin drohte Nordkorea damit, Raketen auf Ziele im Umfeld des US-Außengebiets Guam abzufeuern. Auf der etwa 3300 Kilometer von Pjöngjang entfernen Insel im Westpazifik mit ihren US-Militärstützpunkten sind nach Angaben des Pentagon rund 6000 US-Soldaten stationiert.

Am Donnerstag (Ortszeit) konterte Trump Nordkoreas Angriffswarnung mit einer verschärften Drohung. Seine Warnung an die Regierung in Pjöngjang sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen, sagte er. Nordkorea habe Grund "sehr, sehr nervös" zu sein. Wenn es sich nicht zusammenreiße, werde es "Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor". Zugleich forderte Trump China erneut auf, den Druck auf Pjöngjang zu erhöhen.

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