Russland tauft neuen atombetriebenen Eisbrecher

Die "Sibir" in St. Petersburg Bild: AFP

Russland tauft neuen atombetriebenen Eisbrecher

Russland hat am Freitag den atombetriebenen Eisbrecher 'Sibir' zu Wasser gelassen. Das mehr als 173 lange Schiff ist das zweite einer Dreier-Flotte, die über die Nordostpassage im Nordpolarmeer Öl nach Südostasien transportieren soll.

Mit einer feierlichen Champagner-Taufe hat Russland am Freitag den atombetriebenen Eisbrecher "Sibir" zu Wasser gelassen. Das mehr als 173 lange Schiff ist das zweite einer Dreier-Flotte, die über die Nordostpassage im Nordpolarmeer Güter - vor allem Öl - nach Südostasien transportieren soll. Im vergangenen Jahr war bereits die "Arktika" getauft worden.

Die "Sibir" lief in St. Petersburg vom Stapel, wo sie gebaut wurde. Ein orthodoxer Priester segnete das Schiff. Es kann bis zu drei Meter dickes Eis brechen. Fertiggestellt sein soll es 2020 - die "Arktika" 2019.

Die Nordostpassage verbindet Atlantik und Pazifik über das Nordpolarmeer. Die Klimaerwärmung macht es mittlerweile möglich, im Sommer diesen Seeweg zu wählen. Die Fahrt ist zwölf bis 15 Tage kürzer als die traditionelle Route über den Suez-Kanal. Die russische Handelsmarine will die Passage künftig das ganze Jahr über nutzen.

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