Rettungskräfte in Kalifornien suchen mit Hunden nach weiteren Waldbrandopfern

Nur Schornsteine stehen noch in einem Viertel in Santa Rosa Bild: AFP

Rettungskräfte in Kalifornien suchen mit Hunden nach weiteren Waldbrandopfern

Mit Hilfe von Leichenspürhunden haben Rettungskräfte in Kalifornien am Donnerstag nach möglichen weiteren Opfern der schweren Waldbrände gesucht. Die Zahl der Todesopfer stieg derweil auf mindestens 27.

Mit Hilfe von Leichenspürhunden haben Rettungskräfte in Kalifornien am Donnerstag nach möglichen weiteren Opfern der schweren Waldbrände gesucht. Während sich die Flammen im Norden des US-Bundesstaates weiter ausbreiteten, wurde die Suche nach Vermissten ausgeweitet, wie der Sheriff des besonders betroffenen Bezirks Sonoma, Rob Giordano, sagte.

Rund tausend Menschen seien als vermisst gemeldet worden, sagte Giordano. Etwa 600 von ihnen seien bislang gefunden worden. Bei den Vermisstenzahlen könne es aber auch Mehrfachzählungen geben.

"Wir gehen in die Bergungsphase über", sagte Giordano. Die Hunde könnten dabei helfen, vermisste Menschen oder Leichen zu finden. Die Suche werde aber voraussichtlich langsam vorankommen, weil die Feuer weiter loderten und Leichen schwer zu identifizieren seien.

Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf mindestens 27, darunter 15 im Bezirk Sonoma. Acht weitere Todesopfer gab es im Bezirk Mendocino, zwei in Yuba und zwei in Napa. Damit zählen die derzeitigen Waldbrände schon jetzt zu den schlimmsten in der Geschichte Kaliforniens. Auf die Frage, ob er mit einem weiteren Anstieg der Opferzahl rechne, sagte Sheriff Giordano: "Ich wäre unrealistisch, wenn ich es nicht täte."

Neue Evakuierungsanordnungen gab es für Orte in den Weinanbaugebieten Sonoma und Napa. Die Bewohner des 5000-Einwohner-Städtchens Napa und für den 800-Einwohner-Ort Geyserville mussten sich andere Unterkünfte suchen. Hunderte Menschen haben bereits ihre Häuser verloren. In der Stadt Santa Rosa wurden ganze Viertel in Schutt und Asche gelegt. 

Die seit Sonntag wütenden Brände werden von starken Winden angefacht, was die Löscharbeiten erschwert. Der Wetterdienst warnte, das ungünstige Wetter könne bis zum Wochenende andauern. Bislang ist erst ein kleiner Teil der Waldbrände eingedämmt. 8000 Feuerwehrleute kämpften am Donnerstag gegen 21 Brände, die bereits mehr als 77.000 Hektar Land zerstörten.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hatte wegen der Brände den Notstand für acht Bezirke ausgerufen. US-Präsident Donald Trump erklärte seinerseits den Katastrophenfall, um Bundesmittel für die betroffene Region freizugeben. Aus einer Reihe von anderen US-Bundesstaaten sowie aus dem Ausland wurden zusätzliche Löschhubschrauber und -flugzeuge sowie Einsatzkräfte in die kalifornischen Brandgebiete geschickt.

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