Tillerson: Europas Wirtschaftsverträge mit dem Iran sind sicher

Tillerson (l.) und Trump im Weißen Haus Bild: AFP

Tillerson: Europas Wirtschaftsverträge mit dem Iran sind sicher

Die US-Regierung mischt sich nach den Worten von Außenminister Rex Tillerson nicht in die Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Iran und der Europäischen Union ein. Präsident Donald Trump habe 'klar gesagt', dass dies nicht seine Absicht sei.

Die US-Regierung mischt sich nach den Worten von Außenminister Rex Tillerson nicht in die Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Iran und der Europäischen Union ein. Präsident Donald Trump habe "klar gesagt, dass es nicht seine Absicht ist", die Verträge zwischen dem Land und Europa zu unterbinden, sagte Tillerson dem "Wall Street Journal" in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Europa könne tun, was es wolle, zitierte Tillerson den Präsidenten.

Trump hatte sich vor einer Woche geweigert, die Einhaltung des Atom-Abkommens durch den Iran zu bestätigen und die Entscheidung darüber an den Kongress überwiesen. Der US-Präsident will das Abkommen neu verhandeln und drohte damit, die Vereinbarung von 2015 zu einem späteren Zeitpunkt aufzukündigen. Die EU steht hinter dem Abkommen und will im US-Kongress für ein Festhalten an der Vereinbarung werben.

Mit Europa seien die USA seit Monaten wegen der Haltung zum Atomabkommen mit dem Iran in Kontakt, sagte Tillerson weiter. Nun werde es einen "formelleren Prozess" zwischen beiden Seiten geben. Westlichen Diplomaten zufolge teilen die europäischen Länder zwar einige Bedenken der USA, sie halten jedoch im Grundsatz an dem Vertrag fest.

Das Atomabkommen war 2015 geschlossen worden und 2016 in Kraft getreten. Es erlaubt dem Land die zivile Nutzung der Nukleartechnologie, soll aber zugleich sicherstellen, dass der Staat keine Atomwaffen entwickeln kann. Seitdem wuchs der europäische Handel mit dem Iran deutlich an.

Comments

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.