Online-Hilfe bei Essstörungen

mp Groß-Gerau - Wenn die Waage die Hauptrolle spielt: Psychologen aus Dresden helfen jetzt online bei Essstörungen. Whitings

Online-Hilfe bei Essstörungen

Eine Essstörung kann lebensgefährlich sein. Doch Therapieplätze sind rar, Betroffene vor allem aus dem ländlichen Raum müssen oft sehr lange darauf warten. Jetzt bieten Psychologen der TU Dresden die Möglichkeit, die Wartezeit mit einem neuen Online-Programm sinnvoll zu nutzen.


Eine Essstörung kann lebensgefährlich sein. Doch Therapieplätze sind rar, Betroffene vor allem aus dem ländlichen Raum müssen oft sehr lange darauf warten. Jetzt bieten Psychologen der TU Dresden die Möglichkeit, die Wartezeit mit einem neuen Online-Programm sinnvoll zu nutzen.

Ziel von "everyBody Plus" ist es, betroffenen Frauen zu ersten Erfolgen im Hinblick auf Essverhalten und Körperbild zu verhelfen und das Auftreten von ungünstigen Essverhaltensweisen wie Essanfällen oder Erbrechen zu reduzieren. Das Programm besteht aus acht Sitzungen, die im Wochen-Rhythmus freigeschaltet werden. Es vermittelt laut der TU "detaillierte Informationen über die Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen, hilft Betroffenen, ihre persönliche Geschichte der Essstörung besser zu verstehen und vermittelt Fertigkeiten, um auf Essanfälle und gegensteuerndes Verhalten wie Erbrechen zu verzichten".

Jede Teilnehmerin erhält wöchentlich eine individuelle Rückmeldung zu ihren Einträgen im Programm durch eine im Bereich Essstörungen erfahrene Diplom-Psychologin. Außerdem kann sie sich in einem moderierten Diskussionsforum mit anderen Teilnehmerinnen austauschen. Eine Smartphone-App soll zusätzlich dabei helfen, das problematische Essverhalten im Blick zu behalten und Erfolge zu protokollieren.

Im Rahmen einer Studie steht das Programm Frauen ab 18 Jahren offen, die aufgrund einer Bulimie, Binge Eating-Störung oder einer anderen Essstörung mit regelmäßigen Essanfällen eine Behandlung in Anspruch nehmen möchten. Die Teilnahme ist anonym und kostenlos. Eine Uni-Sprecherin: "Frauen mit Untergewicht können aufgrund des erhöhten medizinischen Risikos nicht teilnehmen."

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