Bundesamt fordert massiven Ausbau von Unwetter-Warnsystemen

Bundesamt fordert bessere Warnmöglichkeiten vor Stürmen Bild: AFP

Bundesamt fordert massiven Ausbau von Unwetter-Warnsystemen

Angesichts häufiger Unwetter fordert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einen massiven Ausbau von Warnsystemen. Dabei müsse etwa mehr Geld in spezielle Warn-Apps investiert werden, erklärte BBK-Präsident Unger.

Angesichts vermehrt auftretender Unwetter in Deutschland fordert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen massiven Ausbau von Warnsystemen. "Wir müssen besser und schneller warnen und die Bürger zielgerichtet informieren", sagte BBK-Präsident Christoph Unger den Zeitungen (Samstagsausgaben) der Funke Mediengruppe.

Die Folgen des Klimawandels sorgten für immer häufigere Extremwetterlagen, sagte Unger dem Blatt. "Wir verzeichnen auch an Orten extreme Wetterlagen, an denen wir das bisher nicht erwartet haben." So könnten selbst kleine Bäche zu reißenden Strömen werden.

Neben der Warnung über den Rundfunk können sich die Bürger auch mit Hilfe von Warn-Apps auf Smartphones etwa über drohende Unwetter oder Hochwasser informieren lassen. Diese müssten weiterentwickelt werden, wozu es ausreichender finanzieller Ressourcen bedürfe, sagte Unger. "Aktuell müssen wir die Fortentwicklung über EU- Projektmittel finanzieren." Dies sei nicht zufriedenstellend.

Nach dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges war Anfang der neunziger Jahre das einstige Warnsystem mit rund 80.000 Sirenen und mehreren Warnämtern mit hunderten Mitarbeitern abgeschaltet worden. Seitdem hatte es in Deutschland kein flächendeckend arbeitendes Warnsystem mehr gegeben. 

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