Trump zur entmilitarisierten Zone zwischen Südkorea und Nordkorea aufgebrochen

Trumps Limousine auf dem Stürzpunkt Yongsan Bild: AFP

Trump zur entmilitarisierten Zone zwischen Südkorea und Nordkorea aufgebrochen

US-Präsident Donald Trump ist bei seinem Südkorea-Besuch entgegen vorheriger Ankündigungen zu einer Besichtigung der entmilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea aufgebrochen. Er wurde jedoch durch schlechtes Wetter an seinem Vorhaben gehindert.

US-Präsident Donald Trump ist bei seinem Südkorea-Besuch entgegen vorheriger Ankündigungen zu einer Besichtigung der entmilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea aufgebrochen, jedoch durch schlechtes Wetter an seinem Vorhaben gehindert worden. Die Journalisten, die Trump auf seiner Asien-Reise begleiten, wurden am Mittwoch früher zusammengerufen als geplant, um sie über den Besuch in die entmilitarisierte Zone zu informieren. 

Trumps Hubschrauber startete vom Militärstützpunkt Yongsan in Seoul, musste aber wegen schlechten Wetters umkehren. Eine Stunde lang warteten die Insassen vergeblich auf besseres Wetter, schließlich wurde der Besuch gestrichen.

Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders sagte, Südkoreas Staatschef Moon Jae In habe ebenfalls zur entmilitarisierten Zone kommen wollen. Der gemeinsame Besuch wäre der Sprecherin zufolge ein "historischer Moment" geworden, weil noch nie zuvor die Präsidenten beider Länder die Zone gemeinsam besucht hätten. Das Vorhaben zeige "die Stärke und Bedeutung des Bündnisses zwischen beiden Ländern".

Vorab hatten US-Vertreter erklärt, Trump werde entgegen der Gepflogenheiten nicht die entmilitarisierte Zone besuchen. Diese Besuche sei zu einem "Klischee" geworden, hieß es, nachdem Vize-Präsident Mike Pence und US-Verteidigungsminister Jim Mattis den Ort bereits besucht hatten.

Die entmilitarisierte Zone umfasst jeweils rund zwei Kilometer breite Streifen auf beiden Seiten der Grenze und ist entgegen ihrem Namen stark gesichert. Süd- und Nordkorea befinden sich formal weiter im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde.

Trump befindet sich derzeit auf einer knapp zweiwöchigen Asien-Reise. Nach seinen Stationen in Japan und Südkorea wird er am Mittwoch in China erwartet. Zentrales Thema seiner Reise ist die Bedrohung durch Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm.

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