Frankreich will Glyphosat-Zulassung um maximal drei Jahre verlängern

Ein französischer Landwirt sprüht Herbizide Bild: AFP

Frankreich will Glyphosat-Zulassung um maximal drei Jahre verlängern

Frankreich will gegen den Vorschlag der EU-Kommission stimmen, die Genehmigung für den Unkrautvernichter Glyphosat um fünf Jahre zu verlängern. Umweltminister Hulot sagte, die Regierung befürworte eine Neuzulassung für maximal drei Jahre.

Frankreich will am Donnerstag gegen den Vorschlag der EU-Kommission stimmen, die Genehmigung für den Unkrautvernichter Glyphosat um fünf Jahre zu verlängern. Der französische Umweltminister Nicolas Hulot sagte am Mittwoch dem Sender BFMTV, die Regierung in Paris sei für eine Neuzulassung für maximal drei Jahre. Innerhalb dieser Zeit müssten Alternativen zu dem umstrittenen Mittel gesucht werden.

In der EU wird seit Jahren über den weit verbreiteten Unkrautvernichter gestritten. Wissenschaftliche Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen, ob Glyphosat krebserregend sein könnte oder nicht. Die bisherige Zulassung in Europa läuft am 15. Dezember aus.

Die EU-Kommission hatte ursprünglich eine zehnjährige Verlängerung angestrebt, das EU-Parlament fordert dagegen ein Aus für das Herbizid in spätestens fünf Jahren. Am Donnerstag stimmen die EU-Regierungen im zuständigen Fachausschuss ab. 

Die Bundesregierung ist vor der Abstimmung uneins: Das Umweltministerium lehnt eine Verlängerung ab, das Landwirtschaftsministerium ist dafür. Deutschland wird sich deshalb voraussichtlich enthalten müssen.

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