UN-Konferenz berät über Einsatz so genannter Killer-Roboter

The "Campaign to Stop Killer Robots" was launched in London in 2013 Bild: AFP

UN-Konferenz berät über Einsatz so genannter Killer-Roboter

Ab Montag beraten UN-Experten in Genf fünf Tage lang über den Einsatz tödlicher autonomer Offensivwaffen - sogenannter Killer-Roboter. Der Konferenzleiter rechnet nicht mit einem raschen Durchbruch.

Kurz vor Beginn der UN-Konferenz über die Ächtung von Killer-Robotern hat der Konferenzleiter die Erwartungen gedämpft. "Ein Vorpreschen bei diesem komplexen Thema ist nicht weise", sagte der indische UN-Botschafter Amandeep Gill, der die Konferenz leitet. "Wir befinden uns erst am Anfang." Ab Montag beraten UN-Experten in Genf fünf Tage lang über den Einsatz tödlicher autonomer Offensivwaffen - sogenannter Killer-Roboter.

An den Beratungen der UN-Abrüstungsgruppe "Übereinkommen über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen" (CWW) sind auch Mitglieder der Zivilgesellschaft und Vertreter von Technologieunternehmen beteiligt. Im August hatten sich mehr als hundert Chefs von Firmen in den Bereichen Robotertechnik und künstliche Intelligenz in einem offenen Brief an die Vereinten Nationen für ein Verbot der Killer-Roboter ausgesprochen.

Unter den Unterzeichnern war der Milliardär Elon Musk, der das Raumfahrtunternehmen SpaceX und den Elektroautohersteller Tesla leitet, sowie Mustafa Suleyman, Mitgründer von Googles DeepMind, das Lernalgorithmen für die verschiedensten Zwecke entwickelt.

Die von Nichtregierungsorganisationen initiierte Kampagne für das Verbot von Killer-Robotern argumentiert, dass letztlich Menschen für die Entscheidung zum Töten oder Zerstören verantwortlich sein müssen. Waffensysteme, die diese Entscheidung an einen Algorithmus delegieren, seien illegal, denn Computer könnten nicht gemäß dem humanitären Völkerrecht haftbar gemacht werden.

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