Verletzte bei Luftangriff auf Jemens Hauptstadt Sanaa

Ruinen nach einem Luftangriff in Sanaa Bild: AFP

Verletzte bei Luftangriff auf Jemens Hauptstadt Sanaa

Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa sind nach Augenzeugenberichten mindestens drei Zivilisten verletzt worden.

Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa sind nach Augenzeugenberichten mindestens drei Zivilisten verletzt worden. Der Angriff in der Nacht zum Samstag traf demnach ein Wohngebiet nahe dem Verteidigungsministerium, das ebenfalls bombardiert wurde. Mindestens ein Wohnhaus wurde laut Augenzeugen zerstört, weitere wurden beschädigt.

Das Verteidigungsministerium in Sanaa war bereits in der Vergangenheit mehrfach von der Militärkoalition angegriffen worden. Die Lage in der Region ist angesichts wachsender Konflikte zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran äußerst angespannt. Beide Länder stehen im Konflikt im Jemen auf entgegengesetzten Seiten. Während Teheran die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt, die Jemens Hauptstadt Sanaa und große Teile des Landes kontrollieren, führt Riad seit März 2015 eine arabische Militärkoalition an, um Jemens Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu bringen.

Nach einem Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die saudiarabische Hauptstadt Riad vor wenigen Tagen hatten Saudi-Arabien und seine Verbündeten die Grenzen des Jemen abgeriegelt. Angesichts einer drohenden Hungersnot forderte der UN-Sicherheitsrat das Militärbündnis auf, die Blockade zu beenden.

Im Jemen kämpfen seit 2014 schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Ali Abdallah Saleh gegen Truppen des international anerkannten Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein. Seitdem wurden mehr als 8600 Menschen getötet. Durch die Cholera starben dieses Jahr bereits 2100 Menschen.

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