TUI Airways und China West Air liegen in Atmosfair-Klimaranking vorn

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft TUI Bild: AFP

TUI Airways und China West Air liegen in Atmosfair-Klimaranking vorn

Die britische Fluggesellschaft TUI Airways führt vor der chinesischen China West Air und der deutschen TUI-Tochter TUIFly das Klimaranking der Organisation Atmosfair an. Das geht aus dem Atmosfair Airline Index (AAI) hervor, den die Klimaschutzorganisation auf der UN-Klimakonferenz in Bonn vorstellte. Insgesamt sei der CO2-Ausstoß pro Passagierkilometer im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken.

Die britische Fluggesellschaft TUI Airways führt vor der chinesischen China West Air und der deutschen TUI-Tochter TUIFly das Klimaranking der Organisation Atmosfair an. Das geht aus dem Atmosfair Airline Index (AAI) hervor, den die Klimaschutzorganisation auf der UN-Klimakonferenz in Bonn vorstellte. Insgesamt sei der CO2-Ausstoß pro Passagierkilometer im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gesunken.

Der Index basiert auf dem CO2-Austoß pro Kilometer und Passagier einer Airline, der sich laut Atmosfair zwischen verschiedenen Fluggesellschaften stark unterscheidet. Vergeben werden auf dieser Grundlage Effizienzpunkte, getrennt nach Kurz-, Mittel- und Langstrecke. Besonders gut schneiden dabei Unternehmen ab, die einen hohen Anteil moderner, emissionsarmer Flugzeuge einsetzen und die eine hohe Auslastung von Flügen sowie eine hohe Zahl von Plätzen pro Flugzeug haben.

TUI Airways kam in dieser Wertung auf 78,9 Punkte, China West Air auf 78,6 Punkte und TuyFly auf 78,2 Punkte. Alle drei Airlines verschlechterten sich allerdings im Vergleich zum Vorjahr leicht. Der deutsche Marktführer Lufthansa erreichte mit 55,5 Punkten nur Platz 65 unter 125 Airlines.

Billigflieger werden separat erfasst und nur grob Effizienzklassen zugeteilt. Atmosfair begründet dies mit Besonderheiten wie einer hohen Bedeutung von Subventionen sowie Flugangeboten zu abgelegenen Regionalflughäfen. Am besten schnitt hier mit Effizienzklasse B das Unternehmen Scoot ab, eine Tochter von Singapore Airlines. Fast alle anderen Anbieter folgen in Klasse C.

Die Klimaschutzorganisation wies darauf hin, dass trotz des erzielten Effizienzgewinns der Flugverkehr weiterhin nicht auf dem richtigen Kurs für die Zielsetzungen des Pariser Klimaschutzabkommens sei. Die Ursache ist vor allem ein höheres Flugaufkommen. So seien die CO2-Emissionen verglichen mit dem Vorjahres-Index um vier Prozent gestiegen, die geflogenen Kilometer zugleich um knapp sieben Prozent. Damit sei es noch nicht gelungen, Verkehrswachstum und Emissionen zu entkoppeln.

Atmosfair bieten Fluggästen ebenso wie auch Nutzern anderer Verkehrsmittel an, den durch ihre Mobilität verursachten CO2-Ausstoß durch Zahlungen zu kompensieren, die dann in Klimaschutzprojekte fließen. Zudem gibt es Anreizprogramme für Videokonferenzen statt Geschäftsreisen in Unternehmen.

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