Bob Geldof gibt Preis der Stadt Dublin aus Protest zurück

Bob Geldof bei seiner Ankunft am Dubliner Rathaus Bild: AFP

Bob Geldof gibt Preis der Stadt Dublin aus Protest zurück

Der irische Popsänger Bob Geldof möchte am Montag aus Protest gegen die Rohingya-Verfolgungen in Myanmar eine Auszeichnung der Stadt Dublin zurückgeben.

Der irische Popsänger und Aktivist Bob Geldof will aus Protest gegen die myanmarische Politikerin Aung San Suu Kyi eine hohe Auszeichnung zurückgeben. Suu Kyi ist wie Geldof Trägerin des "Freedom of the City of Dublin"-Preises, den die irische Hauptstadt alljährlich vergibt. Mit Blick auf Suu Kyi erklärte der Sänger nun, er wolle nicht mit einem Menschen in Verbindung gebracht werden, der an den "ethnischen Säuberungen" der Rohingya-Volksgruppe beteiligt sei.

Am Montag wollte Geldof den Preis persönlich im Rathaus von Dublin zurückgeben. An Suu kyi, die auch Trägerin des Friedensnobelpreises ist, übte er scharfe Kritik: "Wir haben sie ausgezeichnet, jetzt empört und beschämt sie uns." Er bezeichnete Suu Kyi, die im Jahr 1999 den Preis der irischen Hauptstadt erhalten hatte, als "Gehilfin des Genozid".

Geldof, Sänger der Band Boomtown Rats und Organisator des Wohltätigkeitsprojekts "Band Aid", hatte die Auszeichnung im Jahr 2005 erhalten.

Myanmars faktische Regierungschefin Suu Kyi steht wegen der brutalen Verfolgung der Rohingya international in Kritik. Seit Beginn der Eskalation des Konflikts Ende August wurden hunderte Menschen der muslimischen Minderheit durch das Militär Myanmars getötet wurden getötet, ihre Häuser niedergebrannt. Rund  600.000 Rohingya flüchteten ins Nachbarland Bangladesch. Die UNO stufte das Vorgehen der Armee gegen die Rohingya als "ethnische Säuberung" ein.

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