Airbus darf Mittelstreckensparte von Bombardier übernehmen

Ein Passagierjet vom Typ Bombardier CS100 Bild: AFP

Airbus darf Mittelstreckensparte von Bombardier übernehmen

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat eine Hürde bei der geplanten Übernahme der Mittelstreckensparte von Bombardier genommen: Das Bundeskartellamt gab den Kauf frei.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat eine Hürde bei der geplanten Übernahme der Mittelstreckensparte von Bombardier genommen: Das Bundeskartellamt gab den Kauf frei. Durch den Zusammenschluss komme es nicht zu einer erheblichen Behinderung wesentlichen Wettbewerbs, erklärte Behördenchef Andreas Mundt am Mittwoch. Demnach müssen die Wettbewerbsbehörden in Österreich und Kanada noch zustimmen.

"Da Airbus vorwiegend Verkehrsflugzeuge mit einer Sitzplatzkapazität von über 150 Sitzen und die Bombardier-Tochter CSALP ausschließlich kleinere Flugzeuge herstellt, stehen die Unternehmen nicht in einem nahen Wettbewerbsverhältnis", stellte Mundt fest. Im wichtigsten Markt für Airbus - dem für größere Flugzeuge - sei nicht Bombardier ein Konkurrent, sondern Boeing. Der US-Rivale hatte den geplanten Zusammenschluss bereits als "zweifelhaft" kritisiert.

Airbus will 50,01 Prozent an der Bombardier-Tochter für Mittelstreckenflugzeuge der C-Serie übernehmen. 31 Prozent verbleiben bei Bombardier, 19 Prozent bei der Regierung der Provinz Québec. Airbus-Chef Tom Enders sprach bei der Ankündigung Mitte Oktober von einer "Win-Win"-Vereinbarung. Der europäische Flugzeugbauer muss kein neues Geld in die Hand nehmen, da die Entwicklung der Baureihe weitgehend abgeschlossen ist. Die Produktion bleibt auch künftig in Kanada beheimatet.

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