Retter bergen nur noch Tote aus den Schlammlawinen in Kalifornien

Rettungshelfer und sein Hund suchen nach Vermissten Bild: AFP

Retter bergen nur noch Tote aus den Schlammlawinen in Kalifornien

Fünf Tage nach den verheerenden Erdrutschen in Kalifornien haben die Bergungskräfte kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. Von Freitag bis Sonntag fanden sie drei weitere Leichen, die Zahl der Todesopfer stieg auf 20.

Fünf Tage nach den verheerenden Erdrutschen in Südkalifornien schwindet die Hoffnung der Bergungskräfte, Überlebende zu finden. Am Freitag (Ortszeit) fanden sie einen 87-jährigen Mann tot in seinem Haus, am Samstag und Sonntag bargen sie jeweils eine weitere Leiche, wie die Behörden mitteilten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 20, vier weitere Menschen galten als vermisst.

Die Suche nach den Vermissten gehe weiter, erklärte der Bezirk Santa Barbara auf seiner Website. Allerdings erschwerten die nach wie vor "großen Mengen an Schlamm und Trümmern" die Arbeit der Bergungskräfte. Der instabile Untergrund setze sie zusätzlicher Gefahren aus, entsprechend mühsam kämen sie voran.

Die Erdrutsche waren durch heftige Regenfälle in der Nacht zum Dienstag ausgelöst worden. Schlammlawinen und Geröll richteten im Nobelort Montecito und anderen Orten des Bezirks Santa Barbara schwere Verwüstungen an. 65 Häuser wurden zerstört, mehr als 460 weitere beschädigt.

Die nordwestlich von Los Angeles gelegene Region war erst vor wenigen Wochen vom zweitgrößten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens heimgesucht worden, dem sogenannten Thomas-Feuer. Durch den von den Bränden verursachten Kahlschlag konnte der Boden die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Viele der während der Feuer in Sicherheit gebrachten Bewohner waren erst vor zwei Wochen in ihre Häuser und Wohnungen zurückgekehrt.

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