Freisprüche in Prozess um verheerendes Zugunglück in Kanada

Tankzug-Explosion in Québec Bild: AFP

Freisprüche in Prozess um verheerendes Zugunglück in Kanada

Viereinhalb Jahre nach einem verheerenden Zugunglück in Kanada mit 47 Toten sind drei angeklagte Bahmitarbeiter freigesprochen worden. Eine Jury sprach unter anderem den Lokführer vom Vorwurf der Nachlässigkeit mit Todesfolge frei.

Viereinhalb Jahre nach einem verheerenden Zugunglück in Kanada mit 47 Todesopfern sind drei angeklagte Bahnmitarbeiter freigesprochen worden. Eine Jury in der Stadt Sherbrooke sprach am Freitag unter anderem den Lokführer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei. Bei einer Verurteilung hätte den Angeklagten als Höchststrafe lebenslange Haft gedroht.

Ein mit Rohöl beladener Zug der Bahngesellschaft The Montreal, Maine & Atlantic Railway (MMA) war in der Nacht zum 6. Juli 2013 führerlos durch die Kleinstadt Lac-Mégantic in der Provinz Québec gerast und entgleist. Mehrere Kesselwagen explodierten, wodurch ein Großbrand ausgelöst wurde. Das Stadtzentrum wurde auf einer Fläche von zwei Quadratkilometern völlig verwüstet.

Die Ermittlungen zeigten unter anderem, dass der Lokführer nicht alle Bremsen aktivierte, als er den Zug rund zehn Kilometer von Lac-Mégantic entfernt abstellte. Im April soll ein Prozess gegen das US-Unternehmen MMA beginnen.

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