Der moderne Mensch verließ Afrika früher als bislang angenommen

Der Kieferknochen soll bis zu 188.000 Jahre alt sein. Bild: AFP

Der moderne Mensch verließ Afrika früher als bislang angenommen

Forscher haben in Israel das älteste Fossil eines Homo sapiens außerhalb Afrikas entdeckt und damit die These untermauert, dass der moderne Mensch früher aus Afrika auswanderte als bislang angenommen.

Forscher haben in Israel das älteste Fossil eines Homo sapiens außerhalb Afrikas entdeckt und damit die These untermauert, dass der moderne Mensch früher aus Afrika auswanderte als lange Zeit angenommen. Nach einem am Donnerstag im US-Fachmagazin "Science" veröffentlichten Bericht gruben die Forscher in der prähistorischen Misliya-Höhle im Karmel-Gebirge einen Kiefer mit mehreren Zähnen aus, die sie auf ein Alter zwischen 174.000 und 188.000 Jahre datierten.

Die bisher frühesten menschlichen Fossilien außerhalb Afrikas waren 90.000 bis 120.000 Jahre alt. Das Fossil mit dem Namen Misliya-1 sei eine "aufregende Entdeckung", sagte der Co-Autor der Studie, der Anthropologe Rolf Quam von der Binghamton University aus dem US-Bundesstaat New York. 

Es sei der bisher deutlichsten Beweis, dass "unsere Vorfahren" zehntausende von Jahren früher Afrika verließen als bisher gedacht. Aufgrund von Genanalysen war bereits vermutet worden, dass der Homo sapiens deutlich früher als lange Zeit angenommen auf andere Kontinente auswanderte, und zwar bereits vor 220.000 Jahren.

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