Mehr als 300 Kindersoldaten im Südsudan freigekommen

Kindersoldaten im Südsudan Bild: AFP

Mehr als 300 Kindersoldaten im Südsudan freigekommen

Im Bürgerkriegsland Südsudan sind nach UN-Angaben mehr als 300 Kindersoldaten freigekommen. Unter den 311 Kindersoldaten seien 87 Mädchen, erklärte die UN-Mission im Südsudan, Minuss.

Im Bürgerkriegsland Südsudan sind nach UN-Angaben mehr als 300 Kindersoldaten freigekommen. Unter den 311 Kindersoldaten seien 87 Mädchen, erklärte die UN-Mission im Südsudan, Minuss, am Mittwoch. Insgesamt sollen in der südlichen Region Yambio 700 Kindersoldaten freikommen. Davon gehören 563 einer früheren Rebellengruppe an, die kürzlich in die Truppen von Staatschef Salva Kiir eingegliedert wurde, und 137 der Rebellengruppe von Kiirs Gegner Riek Machar.

"Kinder sollten keine Gewehre tragen und sich gegenseitig töten, sie sollten spielen, lernen und sich mit Freunden amüsieren", erklärte Minuss-Chef David Shearer. Einige der jungen Mädchen seien vermutlich sexuell missbraucht worden. Die Mädchen müssten nun wieder von ihren Familien und Freunden aufgenommen werden, ohne "stigmatisiert" zu werden, forderte er.

Der Südsudan war 2011 unabhängig geworden. Im Dezember 2013 begann ein Bürgerkrieg, in dessen Verlauf zehntausende Menschen getötet und fast vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben wurden.

Comments

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.