Athleten aus Nord- und Südkorea laufen gemeinsam in Olympia-Stadion ein

Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Südkorea Bild: AFP

Athleten aus Nord- und Südkorea laufen gemeinsam in Olympia-Stadion ein

Mit einer farbenfrohen Feier sind am Freitag die Athleten zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea empfangen worden. Begleitet von Popmusik und einer Lichtershow zogen die Sportler aus 92 Nationen bei der Eröffnungszeremonie in das Stadion ein.

Mit einer farbenfrohen Feier sind am Freitag die Athleten zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea empfangen worden. Begleitet von Popmusik und einer bunten Lichtershow zogen die Sportler aus 92 Nationen bei der Eröffnungszeremonie in das Stadion ein. Die Athleten der verfeindeten Nachbarstaaten Nord- und Südkorea liefen unter lautem Applaus gemeinsam hinter der sogenannten Flagge der Vereinigung in die Arena ein.

Bis zum 25. Februar treten in Südkorea mehr als 2900 Sportler gegeneinander an. Die Winterspiele stehen im Zeichen der Annäherung zwischen Seoul und Pjöngjang. Bei der Eröffnungszeremonie kam es zu einer historischen Begegnung zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und der jüngeren Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong. Beide gaben sich einander die Hand. 

Kim Yo Jong ist das erste Mitglied der Kim-Dynastie, das Südkorea seit dem Waffenstillstand von 1953 besucht. Das international isolierte Nordkorea hatte erst vor wenigen Wochen seine Beteiligung an den Winterspielen bekannt gegeben. 

Kurz vor der Eröffnungsfeier hatte Südkoreas Präsident Moon das protokollarische Staatsoberhaupt Nordkoreas, Kim Yong Nam, empfangen. Kim Yong Nam war zuvor zusammen mit Kims Schwester auf dem Flughafen Incheon westlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gelandet. Am Rande der Winterspiele sollen Gespräche zwischen Vertretern der beiden koreanischen Staaten stattfinden. Für Samstag ist ein Mittagessen Moons mit Kim Yong Nam und Kim Yo Jong geplant. 

In den vergangenen Monaten hatte sich der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm verschärft. Die Führung in Pjöngjang verstieß mit Raketen- und Atomtests wiederholt gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte in mehreren Runden die Strafmaßnahmen gegen das abgeschottete Land. Anfang des Jahres kam dann Bewegung in den Konflikt. Erstmals seit mehr als zwei Jahren trafen sich Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Dabei kündigte Nordkorea seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Pyeongchang an. 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) geht mit einem mehr als 150-köpfigen Team in die 102 Medaillenentscheidungen. Die deutschen Athleten liefen hinter Fahnenträger Eric Frenzel in das Stadion ein. Unter den Gästen der Eröffnungsfeier waren auch US-Vizepräsident Mike Pence, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Japans Regierungschef Shinzo Abe.

Die russischen Athleten treten in Südkorea unter neutraler Flagge an. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Russland Anfang Dezember wegen staatlichen Dopings von den Winterspielen ausgeschlossen. Russische Sportler dürfen aber unter der olympischen Flagge antreten, wenn sie nachweislich nicht gedopt sind.

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