Farc-Partei setzt Wahlkampf in Kolumbien aus Sicherheitsgründen aus

Wahlkampf in Kolumbien Bild: AFP

Farc-Partei setzt Wahlkampf in Kolumbien aus Sicherheitsgründen aus

In Kolumbien hat die zur Partei umgewandelte Farc-Guerilla am Freitag ihren Wahlkampf für politische Ämter wegen fehlender Sicherheitsmaßnahmen zu ihrem Schutz vorerst ausgesetzt. Parteichef Londoño sei immer wieder Ziel von Angriffen, hieß es.

In Kolumbien hat die zur Partei umgewandelte Farc-Guerilla am Freitag ihren Wahlkampf wegen fehlender Sicherheitsmaßnahmen zu ihrem Schutz vorerst ausgesetzt. Die Farc-Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, Imelda Daza, sagte der Nachrichtenagentur AFP in Bogotá, dies gelte solange, bis die Regierung der Partei "minimale Sicherheitsgarantien" gebe.

Die langjährige Linksaktivistin fügte hinzu, der Parteichef und Präsidentschaftskandidat Rodrigo Londoño alias Timochenko sei in den vergangenen Tagen das Opfer von "Angriffen" und "Sabotageaktionen" geworden. Er habe aus Sicherheitsgründen mehrere Wahlkampfauftritte abgesagt. Während und nach Wahlkampfveranstaltungen habe er vor Übergriffen geschützt werden müssen.

Bei der Präsidentschaftswahl am 27. Mai treten Londoño und Daza im Tandem an. Davor findet am 11. März die Parlamentswahl statt. Jüngsten Umfragen zufolge liegt Londoño unter den Präsidentschaftskandidaten auf dem letzten Platz. Nur ein Prozent der repräsentativ Befragten wollen für ihn stimmen.

Das Friedensabkommen von 2016 setzte dem mehr als 50-jährigen Gewaltkonflikt in Kolumbien zwischen der Regierung, rechten Paramilitärs und der Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (Farc) ein Ende. Heute nennt sich die Partei Alternative revolutionäre Kraft des Volkes mit derselben Abkürzung Farc.

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