Psychische Erkrankungen steigen an

mp Groß-Gerau - Immer mehr Menschen müssen wegen psychischer Erkrankungen stationär behandelt werden. Führungskräfte können helfen, die Belastungen am Arbeitsplatz gering zu halten. obs/GS Consult GmbH/BrianAJackson

Psychische Erkrankungen steigen an

Immer mehr Menschen in Deutschland begeben sich wegen Depressionen in stationäre Behandlung. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Gründe für den Anstieg lassen sich daraus allerdings nicht ablesen.


Immer mehr Menschen in Deutschland begeben sich wegen Depressionen in stationäre Behandlung. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Gründe für den Anstieg lassen sich daraus allerdings nicht ablesen.

Fakt ist: Insgesamt 263.428 Patienten, die aufgrund einer Depression vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, hat das Statistikamt für 2016 registriert, sieben Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Darunter waren 15.446 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Gründe für den Anstieg könnten der höhere Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung sein - diese sind eher anfällig für psychische Erkrankungen. Möglich ist auch eine bessere Diagnostik sowie eine insgesamt ausgeprägtere Sensibilität gegenüber psychischen Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen sind nicht nur für die Betroffenen einschneidend, sondern auch für deren Arbeitgeber. 2016 lagen Fehltage wegen psychischer Probleme auf Platz 2 der Fehlzeitenstatistik. Nach Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden bis 2030 die dadurch verursachten direkten Kosten bei rund 32 Milliarden Euro liegen. Auch der Gesetzgeber hat auf diese Problematik reagiert. Seit 2013 verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz Unternehmen ausdrücklich dazu, bei der vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsbedingungen auch psychische Belastungen zu berücksichtigen.

Führungskräfte sollten mit verantwortungsvoller Personalplanung, der Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen und einem offenen Ohr für die Mitarbeiter dafür sorgen, dass die Belastungen gering gehalten werden, rät Giovanni Sciurba von GS Consult.

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