Nasa-Raumsonde InSight auf dem Weg zum Mars

Simulation der Nasa-Marssonde InSight Bild: AFP

Nasa-Raumsonde InSight auf dem Weg zum Mars

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Raumsonde InSight zum Mars geschickt. Eine Atlas-Rakete mit der Sonde startete am Samstag um 04.05 Uhr Ortszeit (13.05 Uhr MESZ) vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat erstmals seit vier Jahren wieder eine Raumsonde zum Mars geschickt. "Das ist ein großer Tag", sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine, nachdem eine Atlas-Rakete mit der InSight genannten Sonde am Samstag um 04.05 Uhr Ortszeit (13.05 Uhr MESZ) vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg gestartet war. Am 26. November soll die Sonde auf dem Mars landen und dort zwei Jahre lang das Innenleben und die Frühgeschichte des Roten Planeten erforschen.

"Drei, zwei, eins, Start", sagte ein Nasa-Mitarbeiter, als die Rakete in den dunklen und nebligen Morgenhimmel abhob. Bei dem 993 Millionen Dollar (knapp 830 Millionen Euro) teuren Projekt handelt es sich um die erste Mars-Mission der Nasa seit dem Jahr 2012. "Wir kehren zurück zum Mars", kommentierte Bridenstine. Dies sei ein wichtiges Ereignis für die USA und die ganze Welt und verdeutliche die "amerikanische Führung auf viele Arten".

Rund eine Stunde und 40 Minuten nach dem Start trennte sich die Sonde planmäßig vom oberen Teil der Rakete. "Ich bin jetzt auf mich allein gestellt", hieß es auf dem Twitter-Profil, das die Nasa für InSight eingerichtet hatte.

Eines der Hauptexperimente der Mission stammt aus Deutschland - eine kleine Sonde des Deutschen Raumfahrtzentrums (DLR), die sich bis zu fünf Meter tief in den Marsboden hämmern soll - so tief wie bei keiner Marsmission zuvor. Dort soll die Sonde Temperatur und Wärmeleitfähigkeit messen. Das Experiment HP3 ("Heat Flow and Physical Properties Package") soll um die Jahreswende 2018/19 von der InSight-Raumsonde auf den Marsboden gesetzt werden.

Ein besseres Verständnis der Temperatur auf dem Mars ist äußerst wichtig für das Ziel der Nasa, bis zum Jahr 2030 Menschen auf den Planeten zu senden. Dabei geht es laut dem Nasa-Chefwissenschaftler Jim Green zum Beispiel um die Frage, in welchem Maße eine menschliche Unterkunft auf dem Mars beheizt werden müsste. 

Die Temperatur an InSights geplantem Landeplatz wird nach Schätzungen der Experten zwischen minus 100 Grad und minus 20 Grad Celsius liegen. Es handele sich um einen "wichtigen Teil der Erkenntnis, wie dieser Planet sich entwickelt", erklärte Green.

Der Seismograph SEIS soll derweil Kern, Mantel und Kruste des Mars genau analysieren und Erkenntnisse zu Erdbeben liefern. Er wurde in Frankreich mit Hilfe aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien konstruiert. Wegen Konstruktionsproblemen bei SEIS war der ursprünglich für März 2016 vorgesehene Start von InSight verschoben worden.

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