USA laden China von internationalem Seemanöver im Pazifik aus

Kanadisches und US-Schiff im Pazifik Bild: AFP

USA laden China von internationalem Seemanöver im Pazifik aus

Die USA haben China von einem multinationalen Seemanöver im Pazifik ausgeladen. Chinas Aufrüstung in von mehreren Ländern beanspruchten Gebieten im Südchinesischen Meer führe dazu, 'die Spannungen zu verschärfen und die Region zu destabilisieren', erklärte Pentagon-Sprecher Chris Logan am Mittwoch in Washington zur Begründung. So habe die chinesische Armee Raketensysteme auf den umstrittenen Spratly-Inseln stationiert.

Die USA haben China von einem multinationalen Seemanöver im Pazifik ausgeladen. Chinas Aufrüstung in von mehreren Ländern beanspruchten Gebieten im Südchinesischen Meer führe dazu, "die Spannungen zu verschärfen und die Region zu destabilisieren", erklärte Pentagon-Sprecher Chris Logan am Mittwoch in Washington zur Begründung. So habe die chinesische Armee Raketensysteme auf den umstrittenen Spratly-Inseln stationiert.

Das Seemanöver Rimpac war 1971 von den USA, Kanada und Australien ins Leben gerufen worden und findet seit 1974 alle zwei Jahre statt. China war bislang zwei Mal dabei: 2014 und 2016. Dieses Jahr sollten sich laut ursprünglicher Planung mehr als tausend Soldaten aus 27 Ländern an der Militärübung beteiligen. Sie findet vom 27. Juni bis zum 2. August statt.

China kritisierte seinen Ausschluss als "sehr unkonstruktiv". Die US-Regierung habe die Entscheidung "leichtfertig" gefällt und behindere damit das "gegenseitige Verständnis zwischen China und den USA", sagte der chinesische Außenminister Wang Yi bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo in Washington.

Der US-Außenminister äußerte sich vor den Medienvertretern nicht zu der Entscheidung. Pompeo sagte lediglich, dass er mit Wang eine "gute Diskussion" über die Bedenken der USA angesichts der Aufrüstung im Südchinesischen Meer geführt habe.

China beansprucht den Großteil des Südchinesischen Meeres für sich. In dem Gewässer werden riesige Öl- und Gasvorkommen vermutet. China hat im Südchinesischen Meer künstliche Inseln aufgeschüttet und Militärstützpunkte aufgebaut, um seine Ansprüche zu untermauern. Das missfällt neben den USA insbesondere den Anrainerstaaten Brunei, Malaysia, Philippinen, Taiwan und Vietnam, die ebenfalls Gebietsansprüche geltend machen.

Die US-Marine schickt regelmäßig Schiffe in die Nähe der künstlichen chinesischen Inseln, um der Forderung nach einem freien Schiffsverkehr in der Region Nachdruck zu verleihen.

Der Ausschluss Chinas von dem internationalen Seemanöver erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Washington und Peking. Am Mittwoch zeigte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden mit den Zugeständnissen Chinas im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten. Am Vortag hatte er nahe gelegt, dass Chinas Staatschef Xi Jinping eine Rolle dabei gespielt haben könnte, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sein für den 12. Juni geplantes Gipfeltreffen mit dem US-Präsidenten zuletzt in Frage stellte.

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