Neuerungen in Technologie für eine bessere Umwelt

@ Joenomias (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Neuerungen in Technologie für eine bessere Umwelt

Grüner ist besser, denn was für die Umwelt gut ist, nützt auch dem Menschen.

Grüner ist besser, denn was für die Umwelt gut ist, nützt auch dem Menschen. Entsprechend investieren Unternehmen, aber auch viele Regierungen, auch in technologische Innovationen mit Umweltnutzen.

Zum Beispiel Strom aus dem Bürgersteig. Die Idee ist, die Energie zu nutzen, die aus dem hektischen Hin- und Her-Gerenne in Städten erzeugt und verschwendet wird. Auftrittsenergie nennt sich das, wenn Füße auf die Gehwege treffen. 150 Installationen spezieller Kacheln in verschiedenen Ländern sollen die Funktionalität von smarten Gehwegen prüfen und zugleich Daten über den Fußgängerverkehr sammeln.

Tritt jemand auf eine der Kacheln, wird dadurch ein Generator im Inneren in Bewegung gesetzt. Die so erzeugte Energie wird gespeichert. Um die Passanten zu belohnen und einen Anreiz zum Gehen auf künftigen intelligenten Bürgersteigen zu schaffen, könnten die Schritte per Smartphone-App gespeichert und die wandelnden Stromerzeuger für ihren Beitrag entlohnt werden.

Smarte Kleidung ist ebenfalls von Interesse in den Forschungslabors weltweit. Die ersten Kleidungsstücke, die mit Handys synchronisiert werden können, sind bereits auf dem Markt. Zwar hat sich die Smartphonesteuerung per Ärmelberührung noch nicht durchgesetzt, aber der Anfang ist gemacht.

Je weiter die Fortschritte in der Nanotechnologie gehen, desto vielversprechender sind die Anwendungen.

In Österreich arbeitet eine als Ableger der Universität Innsbruck gegründete Firma bereits an einer Sricktechnologie, die auch für Materialien wie Kupfer, Stahl und Glasfaser geeignet ist. Erste Einsatzbereiche für ihre smarten, gestrickten Textilien  gibt es bereits im Pflegebereich. Eine smarte Betteinlage schlägt Alarm, wenn sie nass ist.

Das Unternehmen hat aber noch ganz andere Pläne. Das intelligente Gewebe soll als Teil von Batterien, Akkus und Brennstoffzellen für mehr Effizienz sorgen und so zum Beispiel die Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen sowie die Ladezeiten verringern. Das macht wie der Strom aus dem Fußweg außer aus umwelttechnischen Gründen auch wirtschaftlich Sinn.

Weniger umweltschädlicher Abfall ist der Gedanke, der hinter Computerchips auf Holzbasis steckt. Wissenschaftlern ist es in Zusammenarbeit mit der Universität von Wisconsin, USA, gelungen, die unterstützende Schicht für die Schaltkreise, auf der jeder Chip aufgebaut ist, aus einem biologisch abbaubaren Material namens „Cellulose nanofibril“ (CNF) zu produzieren. CNF wird aus dünnen Holzschichten hergestellt.

Diese unterstützende Schicht stellt fast 99 Prozent jedes Computerchips dar. Noch wird dafür herkömmlicherweise Silikon eingesetzt, das nicht oder nur schwer biologisch abbaubar ist. Die Chips werden auch in Smartphones eingesetzt, und allein in Europa landen davon jährlich rund 100 Millionen Stück im Müll. Zwar machen die Chips nur einen Bruchteil der Materialien aus, die in den Telefonen verwendet werden, aber jeder Chip macht einen Unterschied.

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