Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe: Bessere Ernten durch neue Anbaumethoden

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe: Bessere Ernten durch neue Anbaumethoden

Um den Bereich Landwirtschaft in ländlichen Regionen Äthiopiens zu stärken, arbeitet die Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe eng mit Bauern und deren Familien zusammen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung unterstützen sie dabei, neue Anbaumethoden zu testen, die eine bessere Ernte versprechen und helfen ihnen, Haus und Hof neu zu organisieren.

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe: Bessere Ernten durch neue Anbaumethoden

München/Dano, 7. Juni 2018. Um den Bereich Landwirtschaft in ländlichen Regionen Äthiopiens zu stärken, arbeitet die Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe eng mit Bauern und deren Familien zusammen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung unterstützen sie dabei, neue Anbaumethoden zu testen, die eine bessere Ernte versprechen und helfen ihnen, Haus und Hof neu zu organisieren.

Kleinbauern produzieren 70 Prozent der Lebensmittel

Seit der Gründung der Stiftung Menschen für Menschen im Jahr 1981 hat sich die Zahl der Menschen in Äthiopien von 36 auf 106 Millionen etwa verdreifacht. Mittlerweile sinkt zwar die Geburtenrate, doch die Bevölkerung wächst weiter - und mit ihr der Bedarf an Lebensmitteln. Schon heute leben die meisten hungernden Menschen in Afrika und Asien - und die Mehrheit von ihnen auf dem Land, dabei werden gerade dort die meisten Lebensmittel hergestellt. Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) produzieren Kleinbauern in Afrika und Asien rund 70 Prozent der lokalen Lebensmittel. Das bedeutet auch: Sie sind der Schlüssel zur Ernährungssicherheit ihrer Länder. "Wer die wachsende Bevölkerung in Äthiopien versorgen will, muss die Kleinbauern fördern", sagt Mulu Meriga, die als Entwicklungsberaterin bei Menschen für Menschen in der Projektregion Dano, rund 200 Kilometer westlich von Addis Abeba, tätig ist. Die Aufgabe der studierten Agrarexpertin ist es, die Erträge der Kleinbauern in der Region zu steigern. Ihre Kundschaft: 35 "Modellfarmer". So nennt die Stiftung Landwirte, die sich besonders offen für Veränderungen zeigen - und mittelfristig anderen Bauern als Vorbilder dienen können. "Sobald unsere Modellfarmer Erfolge verzeichnen, kopieren die übrigen Bauern ihre Methoden", weiß Mulu. "So können wir langfristig die Landwirtschaft einer ganzen Region verändern."

Neue Nutzpflanzen für ein besseres Leben

Bis vor etwa zwei Jahren baute Kleinbauer Tesfaye Dhaba mit seiner Frau Meseret ausschließlich Teff und Sorghumhirse an. Er konnte seine Familie mehr schlecht als recht ernähren. Um zusätzlich etwas zu verdienen, half er anderen Bauern bei ihrer Ernte. Ein schlecht bezahlter Nebenjob. Vor etwa drei Jahren traf Tesfaye zufällig bei einem Nachbarn auf die Entwicklungsberaterin Mulu Mergia. Sie hatte dem Nachbarn Kaffeesetzlinge mitgebracht und erklärte ihm, worauf man achten muss, wenn man sie pflanzt. Tesfaye fragte, ob er auch solche Setzlinge haben könne, und schon am nächsten Tag stand Mulu vor seiner Tür - mit 50 Pflänzchen. "Manche Menschen sind eher bereit, ein Risiko einzugehen", berichtet Mulu. Als Tesfaye die Kaffeepflanzen sah, habe er sich doch ein wenig gefürchtet vor der Veränderung. "Aber ich dachte mir: Wenn sie studiert hat, wird sie schon wissen, wovon sie spricht", sagt er. Und so machten die beiden sich an die Arbeit.

Wenn Mulu Mergia heute skeptischen Bauern zeigen will, was sie mit ihrer Hilfe erreichen können, geht sie mit ihnen in Tesfayes Garten. Sie zeigt ihnen die Beete, in denen Zwiebeln, Rote Bete und Chilis sprießen, das Elefantengras, mit dem Tesfaye das Vieh füttert. Und weiter hinten die kniehohen Kaffeepflanzen - rund 700 Stück sind es mittlerweile. "In drei Jahren werfen diese Pflanzen 20 Zentner Kaffee ab", schätzt sie. Tesfaye muss schmunzeln, wenn er an diese Besuche denkt. "Manche Bauern, die hier waren, hatten Zweifel", erinnert er sich. Sie seien es nicht gewohnt, dass eine Frau Anweisungen gebe. "Aber wenn sie sehen, wie Mulu auf dem Feld die Hacke schwingt, folgen sie ihrem Rat."

Das Leben des Modellfarmers und seiner Familie hat sich enorm verbessert. Das Nahrungsangebot für die Familie ist viel abwechslungsreicher und gesünder. Einen Teil der Erträge kann er auf dem lokalen Markt verkaufen, er ist kein reiner Selbstversorger mehr. Von den Einnahmen kann Tesfaye beispielsweise Schulbücher für seine Kinder kaufen.

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