Trump fordert Schaffung von US-Weltraumstreitkräften

Raketenmodell im Weißen Haus Bild: AFP

Trump fordert Schaffung von US-Weltraumstreitkräften

US-Präsident Donald Trump hat das Pentagon aufgefordert, mit der Schaffung eigener Weltraumstreitkräfte zu beginnen. Diese sollten unabhängig von der Luftwaffe sein und als eigenständiger sechster Arm des US-Militärs bestehen.

US-Präsident Donald Trump hat das Pentagon aufgefordert, mit der Schaffung eigener Weltraumstreitkräfte zu beginnen. Diese sollten unabhängig von der Luftwaffe sein und als eigenständiger sechster Arm des US-Militärs bestehen, sagte Trump am Montag zum Auftakt eines Treffens des Nationalen Raumfahrtrats im Weißen Haus. Der Präsident betonte die Dominanz der USA in der Raumfahrt: "Amerika wird immer Erster im Weltraum sein."

"Zur Verteidigung Amerikas reicht eine einfache Präsenz im Weltraum nicht aus, wir müssen den Weltraum dominieren", sagte Trump. Er wolle nicht, dass China oder Russland die USA auf diesem Gebiet überholten - "wir haben immer geführt", betonte der US-Präsident.

Trump hatte die Idee einer "Space Force" bereits in der Vergangenheit aufgebracht. Beim Verteidigungsministerium und im Parlament stößt sie jedoch auf wenig Begeisterung. Pentagon-Sprecherin Dana White sagte am Montag, eine Abteilung des Ministeriums werde sich in Zusammenarbeit mit dem Kongress mit dem Thema befassen. Dies sei ein "Abwägungsprozess mit zahlreichen Beteiligten".

Ein neuer Zweig der US-Armee könnte nur mit Zustimmung des Kongresses gebildet werden. Der Demokrat Adam Smith vom Streitkräfte-Ausschuss des Kongresses reagierte zurückhaltend: "Wenn Präsident Trump solch eine Änderung innerhalb des Militärs wünscht, sollte er seinen Vorschlag mit uns besprechen", erklärte er.

Trump hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, Astronauten wieder zum Mond und später auch zum Mars schicken zu wollen. Die Raumfahrtbehörde Nasa arbeitet an Plänen, einen Außenposten auf dem Mond einzurichten.

Trump begrüßte das Engagement von Privatunternehmen in der Raumfahrtindustrie. "Reiche Typen mögen anscheinend Raketen", sagte er. "Solange es ein Amerikaner ist, ist das gut."

Seit dem Ende ihres Shuttleprogramms 2011 setzt die Nasa auf Privatfirmen, um Fracht zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren. Trump will die ISS privatisieren, um mehr Geld für andere Nasa-Projekte wie die Rückkehr zum Mond zu haben.

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