Iran gegen Erhöhung der Ölproduktion

Treffen von Opec und Partnerländern im April in Dschiddah Bild: AFP

Iran gegen Erhöhung der Ölproduktion

Der Iran ist gegen eine Erhöhung der Ölproduktion. Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh sagte vor einem Treffen der Opec mit anderen Förderländern, er glaube nicht an eine Einigung. Einstimmigkeit sei aber die Voraussetzung für eine Änderung der Förderpolitik. 

Der Iran ist gegen eine Erhöhung der Ölproduktion. Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh sagte am Dienstagabend vor einem Treffen der Opec mit anderen Förderländern in Wien, er glaube nicht an eine Einigung. Einstimmigkeit sei aber die Voraussetzung für eine Änderung der Förderpolitik. 

Die Erdöl exportierenden Länder (Opec) und weitere zehn Förderstaaten unter Führung von Russland treffen sich am Freitag und Samstag in Wien. Saudi-Arabien möchte wegen der zuletzt erhöhten Nachfrage die Ölproduktion wieder ausweiten. Auch Russland ist dafür. 

Die Opec hatte im November 2016 zusammen mit den Partnerländern eine Drosselung der Produktion beschlossen, um den damaligen Verfall der Rohölpreise zu stoppen. Seitdem ist der Ölpreis auf über 70 Dollar pro Barrel angestiegen - Anfang 2016 hatte er noch bei unter 30 Dollar gelegen. Das Abkommen gilt noch bis Ende 2018. 

Der Iran muss wegen des Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA fürchten, sein Öl bald wieder schwerer verkaufen zu können und sieht im saudiarabischen Wunsch nach Produktionssteigerung den Plan, diese Ausfälle zu kompensieren. 

Schuld am hohen Ölpreis sei allein US-Präsident Donald Trump, sagte Sanganeh am Dienstag beim Eintreffen in Wien. Er sei mit seinen Sanktionen gegen den Iran und Venezuela verantwortlich für die Probleme auf den Märkten. 

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