Conifa – Der neue Trend zur Fußball WM 2018

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Conifa – Der neue Trend zur Fußball WM 2018

Dass Fußball im Trend liegt, darüber muss man sich wohl gar nicht erst unterhalten.

Dass Fußball im Trend liegt, darüber muss man sich wohl gar nicht erst unterhalten. Klar, dass da auch die anstehende Fußball WM 2018 wieder alle in ihren Bann ziehen wird. Doch natürlich gibt es auch jene, die an der Fifa und Co. kein gutes Haar lassen. Dennoch gibt es wohl kaum einen Kritiker, der so ganz auf Fußball verzichten möchten – und das trifft wohl auch auf die eingefleischten Skeptiker zu. Doch keine Sorge: Denn alle Kritiker und Skeptiker werden mit der Conifa voll auf ihre Kosten kommen. Was dahinter steckt, erfahren Sie im Folgenden.

Conifa – Noch nie davon gehört?

Nicht nur in Russland, sondern auch in London messen sich in diesem Jahr die großen des Fußballsports. Zugegeben sind kicken in der englischen Hauptstadt dabei weitaus weniger bekannte Mannschaften wie Abchasien. Denn bei der Conifa-WM werden grundsätzlich nur Mannschaften aufgestellt, die völkerrechtlich nicht anerkannt sind oder bei denen es sich um Minderheitenregionen handelt.

Politisch umstritten

In dem ersten Gruppenspiel der diesjährigen Conifa-Weltmeisterschaft ist Tibet gegen die kaukasische Rebellenrepublik Abchasien und den amtierenden Weltmeister angetreten. Natürlich lief dieses Spiel nicht ohne Proteste ab. Denn noch vor Anpfiff hatten sich vor dem Stadion georgische Demonstranten versammelt. Der politische Hintergrund ist hierbei, dass Georgien das Staatsgebiet von Abchasien für sich selbst beansprucht. Abchasien erhält wiederum Rückendeckung von Russland. Kurzerhand stand da auf dem Banner der Protestanten der Spruch, dass Conifa gegen internationale Ordnung und Frieden verstoßen würde. Doch woher stammt die Idee der Conifa eigentlich?

Conifa – Geschichtliche Hintergründe

Conifa ist die englische Abkürzung von „Konföderation unabhängiger Fußballverbände“. Es handelt sich hierbei um den 2013 gegründeten Dachverband. Dieser veranstaltet alle zwei Jahre Weltmeisterschaften für all jene Teams, die sich obwohl sie keine Mitglieder der Fifa sind als Nationalmannschaften fühlen. Offiziell trägt diese Veranstaltung den Namen „World Football Club“. Mit dem Begriff „Football World Club“ darf sich nämlich nur die Fifa schmücken.

Unterschiede zur Fußball.Weltmeisterschaft

Abgesehen davon, dass die Conifa in einem viel kleineren Rahmen ausgetragen wird als die Fifa Fußballweltmeisterschaft, unterscheidet sich die Conifa in den Spielregeln nicht wesentlich vom Original. Auch für die Conifa mussten sich die Teams qualifizieren. Insgesamt haben es in diesem Jahr 16 Teams geschafft. Darunter neben Tibet und Abchasien auch der Ministaat Tuvalu, die britische Isle of Man sowie das nordamerikanische Kaskadien. Aber auch Regionen und Gebiete, die ihre sportliche Identität eng mit politischen Forderungen verknüpfen sind immer wieder mit von der Partie.

Kritik an der Conifa

Den Vorwurf, dass die Conifa den Separatisten eine offene Bühne bieten würde, ist leider nicht so ganz von der Hand zu weisen. Zwar behauptet der deutsche Generalsekretär der Conifa vehement, dass hier lediglich der Fußball im Vordergrund stehe, doch so ganz glauben mag man das nicht. Schließlich trommeln die Tibeter Fußballfans auf der Tribüne gegen chinesische Unterdrückung, während sich die Fans von Abchasien für die völkerrechtliche Anerkennung ihres Gebiets stark machen. Und diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzen!

Doch die Conifa erklärt sich und meint, dass die politische Botschaft solch umstrittene Mannschaften von vornherein auszuschließen noch verstärkt werden würde. Conifa versteht sich daher als eine Plattform, auf der den teilnehmenden Mannschaften ein Gesicht gegeben werde. Die Tatsache, dass es sich bei den Mannschaften um keine völkerrechtlich anerkannten Staaten handle solle man dabei nicht überbewerten. Schließlich verhalte sich die Fifa mit Schottland, England und Wales dementsprechend auch alles andere als konsequent. Diese „Fußball-Nationen“ sind nämlich nur zugelassen, weil sie Teil von Großbritannien sind.

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