Krillfischerei in Antarktis soll stark eingeschränkt werden

Krillfischerei in Antarktis soll eingeschränkt werden Bild: AFP

Krillfischerei in Antarktis soll stark eingeschränkt werden

Ein bedeutsamer Teil der Krillfischerei-Industrie hat sich dazu verpflichtet, seine Tätigkeiten in der Antarktis stark einzuschränken. Die Industrie müsse sich für einen nachhaltigen Bestand der winzigen Krebstiere einsetzen.

Ein großer Teil der Krillfischerei-Industrie hat sich zur Beschränkung seiner Tätigkeit in der Antarktis verpflichtet. In sensiblen Küstenregionen der antarktischen Halbinsel solle künftig überhaupt keine Krillfischerei mehr betrieben werden, erklärte der Branchenverband Vereinigung für verantwortungsbewusste Krillfischerei (ARK) am Dienstag. Die Industrie müsse sich für einen nachhaltigen Bestand der winzigen Krebstiere einsetzen.

Zudem bekundete der Verband seine Unterstützung für Meeresschutzgebiete in der Antarktis. Die fünf ARK-Unternehmen aus Norwegen, Chile, Südkorea und China machen etwa 85 Prozent der antarktischen Krillfischerei aus.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die Industrie-Selbstverpflichtung. "Das ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum weltweit größten Meeresschutzgebiet im antarktischen Weddellmeer - und er kommt zum richtigen Zeitpunkt", erklärte Greenpeace-Meeresexpertin Sandra Schöttner. Denn Klimawandel und Fischerei würden die antarktischen Meere massiv unter Druck setzen, warnte sie.

Naturschützer warnen schon lange davor, dass sich die exzessive Krillfischerei negativ auf die Meereswelt auswirkt. Krill dient zahlreichen Lebewesen im Meer als Nahrung. In der Industrie wird das eiweißhaltige Krill als Fischfutter für Aquakulturen eingesetzt. Das Öl der Krebstiere ist zudem ein beliebter Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln.

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