Marburger Bund fordert Verbesserungen für Ärzte in Krankenhäusern

Marburger Bund fordert Verbesserungen für Ärtze in Krankenhäusern Bild: AFP

Marburger Bund fordert Verbesserungen für Ärzte in Krankenhäusern

Der Marburger Bund hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, bei den geplanten Verbesserungen für Krankenhauspersonal die Ärzten nicht außen vor zu lassen. In vielen Krankenhäusern gebe es eine unzureichende Stellenbesetzung, erklärte der Verband.

Der Marburger Bund hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, bei den geplanten Verbesserungen für Krankenhauspersonal die Ärzte nicht außen vor zu lassen. "Auch im ärztlichen Dienst gibt es in vielen Krankenhäusern eine unzureichende Stellenbesetzung, die zu Lasten des vorhandenen Personals, der Patientenversorgung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehen", erklärte der Verband der angestellten und beamteten Ärzte am Mittwoch in einer Stellungnahme zum Entwurf des Pflegepersonalstärkungsgesetzes von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Die Begrenzung der geplanten Neuregelung auf das Pflegepersonal habe "fundamentale Auswirkungen auf die Krankenhausvergütung und auf die anderen in der Patientenversorgung tätigen Berufsgruppen im Krankenhaus". Ohne Änderungen an dem Gesetzentwurf würde es zu neuen Brüchen und Fehlanreizen kommen. So sei es weder sachgerecht noch sinnvoll, nur die Kosten für das Pflegepersonal aus dem Fallpauschalensystem herauszunehmen. 

Auch bei der Förderung von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf stelle sich die Frage, warum nur das Pflegepersonal berücksichtigt werden soll, andere Berufsgruppen aber nicht. Die Personalsituation im Krankenhaus bedürfe einer Gesamtbetrachtung, um den Fehlanreizen entgegenzuwirken.

"Der Referentenentwurf greift zu kurz, wenn er nur die Pflegeberufe in den Blick nimmt", heißt es in der Stellungnahme. "In letzter Konsequenz würden die Regelungen einen Keil in die Teamarbeit der am Patienten tätigen Dienste treiben." 

Der Ende Juni bekannt gewordene Entwurf für das "Pflegepersonal-Stärkungsgesetz" sieht vor, dass in den Krankenhäusern jede zusätzliche Stelle durch die Kassen finanziert wird, in den Pflegeheimen soll dies bei 13.000 Stellen geschehen. Spahn hatte seinen Referentenentwurf Ende Juni an die anderen Ressorts weitergeleitet. Am Mittwoch sollte eine Anhörung mit den zuständigen Verbänden im Gesundheitsministerium stattfinden.

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