Beschwerden von Flugpassagieren im ersten Halbjahr deutlich gestiegen

Flugzeug landet in Hannover Bild: AFP

Beschwerden von Flugpassagieren im ersten Halbjahr deutlich gestiegen

Immer mehr Flugreisende wenden sich mit Beschwerden an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). Laut SÖP-Halbjahresbilanz gingen in den ersten sechs Monaten insgesamt knapp 9600 Schlichtungsanträge ein.

Immer mehr Flugreisende wenden sich mit Beschwerden an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). Laut SÖP-Halbjahresbilanz gingen in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt knapp 9600 Anträge auf Streitschlichtung ein - das waren 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vier von fünf Schlichtungsanträgen kamen dabei von Flugreisenden.

Wegen Problemen mit Fluggesellschaften wendeten sich Passagiere insgesamt 7745 Mal an die Juristen der SÖP. Im ersten Halbjahr 2017 waren es noch 5343 Anträge gewesen, das ist eine Steigerung um 45 Prozent. Für das hohe Aufkommen seien neben dem steigenden Bekanntheitsgrad der SÖP auch Unregelmäßigkeiten im Luftverkehr die Ursache,  erklärte Geschäftsführer Heinz Klewe. "Die Kunden spüren die negativen Folgen der zahlreichen Flugverspätungen beziehungsweise Flugannullierungen hautnah und verlangen auf Basis der europäischen Passagierrechte dafür einen finanziellen Ausgleich."

Bei Bahnreisen lagen die Anträge mit 1473 um 15 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei Fernbussen lagen die Anträge unverändert bei gut 200. Aus dem restlichen Nahverkehr kamen 168 Anträge. Insgesamt konnte die SÖP vier von fünf Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Verbrauchern durch Schlichtung lösen.

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