Vermisster deutscher Betreuer von überschwemmtem Ferienlager ist tot

Die Ardèche in Südfrankreich Bild: AFP

Vermisster deutscher Betreuer von überschwemmtem Ferienlager ist tot

Der in Südfrankreich vermisste Betreuer eines überschwemmten deutschen Ferienlagers ist tot. Die Behörden identifizierten die Leiche des 66-Jährigen, wie die Staatsanwaltschaft in Nîmes mitteilte.

Der in Südfrankreich vermisste deutsche Betreuer eines überschwemmten Ferienlagers ist tot. Bei einer im Fluss Ardèche gefundenen Leiche handele es sich um den 66-Jährigen, teilte die Staatsanwaltschaft in Nîmes am Mittwochabend mit. Die Organisatoren des Zeltlagers aus Leverkusen bei Köln äußerten sich "zutiefst betroffen über diesen schweren Verlust".

Die Leiche des Betreuers war unweit des überfluteten deutschen Campingplatzes in Saint-Julien-de-Peyrolas entdeckt worden. Am Donnerstag sollte sie obduziert werden, um die Todesursache festzustellen. 

Die Leverkusener Jugendförderung St. Antonius erklärte auf Facebook, in Gedanken seien alle bei den Kindern und der Schwester des Toten. "Wir wünschen ihnen und seinen Anverwandten und Freunden in der bevorstehenden schweren Zeit viel Kraft."

Polizei und Feuerwehr hatten tagelang nach dem Mann gesucht, nachdem sein Wohnwagen bei der Überschwemmung von den Wassermassen mitgerissen worden war. Er ist das einzige Todesopfer des Unglücks, neun deutsche Kinder und Jugendliche wurden leicht verletzt. Die mehr als hundert deutschen Teilnehmer des Ferienlagers sind seit Samstagabend wieder in Leverkusen.

Der Fluss Ardèche hatte sich nach heftigen Regenfällen vor einer Woche in einen reißenden Strom verwandelt und den Zeltplatz völlig verwüstet. Nach Angaben der Gemeinde wurden die deutschen Betreiber 48 Stunden vor dem Unwetter gewarnt.

Gegen den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendförderung St. Antonius wird weiter ermittelt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Ferienlager wissentlich in einem überschwemmungsgefährdeten Gebiet errichtet zu haben. Die Gemeinde lag deshalb seit rund einem Jahr im Streit mit den deutschen Betreibern.

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