Drei Palästinenser bei Protesten im Gazastreifen getötet

Demonstranten verbrennen Reifen nahe Gaza-Stadt Bild: AFP

Drei Palästinenser bei Protesten im Gazastreifen getötet

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der israelischen Armee an der Grenze zum Gazastreifen sind am Freitag drei Palästinenser erschossen worden. Bei einem der Todesopfer handelt es sich um ein zwölfjähriges Kind.

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der israelischen Armee an der Grenze zum Gazastreifen sind am Freitag drei Palästinenser erschossen worden, darunter ein zwölfjähriges Kind. Mindestens 50 weitere Menschen wurden verletzt, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Bei den seit Ende März andauernden Protesten wurden mindestens 179 Palästinenser und ein israelischer Soldat getötet.

Zunächst meldete das Gesundheitsministerium in Gaza den Tod eines 14-Jährigen, der östlich der palästinensischen Flüchtlingssiedlung Dschabalija im Norden des Gazastreifens getötet worden sei. Später korrigierte es Namen und Alter des Todesopfers: Es handele sich um einen zwölfjährigen Jungen. Zudem sei ein 21-Jähriger in der Nähe der Stadt Chan Junis im Süden der Enklave erschossen worden, ebenso wie ein 21-Jähriger in Al-Bureidsch im Zentrum des Gazastreifens. 

Nach Angaben des Ministeriums in dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen wurden mindestens 50 weitere Menschen verletzt. Die Demonstrationen fanden an mehreren Stellen entlang der Grenze statt. Bilder zeigten dichten dunklen Rauch, als Demonstranten Reifen verbrannten. Mehrere von ihnen waren mit Molotow-Cocktails oder Steinschleudern bewaffnet. Die israelische Armee schätzte die Zahl der an den "Unruhen" beteiligten Menschen auf insgesamt 13.000. 

Seit Ende März gibt es an der Grenze des Gazastreifens zu Israel immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Die Proteste gegen die Landnahme durch Israel waren zuletzt weniger geworden. Israel beruft sich bei seinem Vorgehen gegen die Proteste auf sein Recht auf Selbstverteidigung und die Abwehr illegaler Grenzübertritte. 

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