Tausende Syrer kehren nach Idlib zurück

Mehr als 30.000 Menschen waren aus Idlib geflüchtet Bild: AFP

Tausende Syrer kehren nach Idlib zurück

Tausende Bewohner der syrischen Provinz Idlib sind 48 Stunden nach Bekanntwerden des russisch-türkischen Plans für die Einrichtung einer demilitarisierten Zone nach Hause zurückgekehrt.

Tausende Bewohner der syrischen Provinz Idlib sind zwei Tage nach Bekanntwerden des russisch-türkischen Plans zur Einrichtung einer demilitarisierten Zone nach Hause zurückgekehrt. "Fast 7000 Vertriebene sind in ihre Städte und Dörfer heimgekehrt", erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Das gelte insbesondere für den Südosten Idlibs und den Norden der Nachbarprovinz Hama.

In den vergangenen Wochen waren mehr als 30.000 Menschen vor einem drohenden Angriff der von Russland unterstützten Regierungstruppen in Richtung der türkischen Grenze im Norden geflohen. 

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatten sich am Montag in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi auf die Schaffung einer demilitarisierten Zone in der Provinz Idlib geeinigt. Eine Großoffensive auf die Rebellenhochburg scheint damit abgewendet.

Der UN-Hilfskoordinator in Syrien, Ali al-Zaatari, sagte der AFP am Mittwoch, die UNO begrüße die russisch-türkische Initiative. Er brauche jedoch mehr "Details" über das Abkommen. "Wichtig ist, dass wir die Menschen, die humanitäre Hilfe brauchen, weiterhin erreichen", sagte al-Zaatari.

In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg. Durch den Konflikt wurden mehr als 360.000 Menschen getötet, Millionen Syrer wurden in die Flucht getrieben. Die Regierungstruppen konnten seit 2015 mit militärischer Unterstützung Russlands einen großen Teil des Landes zurückerobern. 

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