Deutsche Industrie hält an Nord Stream 2 fest

Arbeiten im Greifswalder Bodden für Nord Stream 2 Bild: AFP

Deutsche Industrie hält an Nord Stream 2 fest

Die deutsche Industrie will sich nicht dem Druck aus den USA beugen, auf die Gas-Pipeline Nord Stream 2 zu verzichten. Er habe ein 'großes Problem, wenn sich ein dritter Staat in unsere Energieversorgung einmischt', sagte BDI-Präsident Dieter Kempf.

Die deutsche Industrie will sich nicht dem wachsenden Druck aus den USA beugen, auf die Gas-Pipeline Nord Stream 2 zu verzichten. Er habe ein "großes Problem, wenn sich ein dritter Staat in unsere Energieversorgung einmischt", sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). US-Präsident Donald Trump stelle "eine Verbindung zwischen dieser Leitung und seinem Flüssiggas her", sagte Kempf. Diese Verknüpfung lehne er aber ab.

"Wegen der Versorgungssicherheit plädiert die Wirtschaft für eine zweite Leitung", bekräftigte Kempf seine Unterstützung für das Pipeline-Projekt. Einem Staat müsse es ebenso wie einem Unternehmen selbst überlassen sein zu sagen, "ob es eine zweite Quelle geben soll". Der BDI-Präsident fügte hinzu, dass das Gas aus den USA in Deutschland nicht wettbewerbsfähig sei. Um es zu kaufen "müsste aber der Preis stimmen", sagte er. 

Trump hatte vor seinem Gipfeltreffen mit Putin im Juli Russlands Pläne für die Gas-Pipeline Nord Stream 2 nach Deutschland scharf kritisiert und Deutschland vorgeworfen, es werde wegen seiner Abhängigkeit von Gaslieferungen ein "Gefangener Russlands". Einige US-Vertreter forderten Sanktionen gegen das Pipeline-Projekt.

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