Französische Jäger und Viehzüchter wollen Bärinnen nach Spanien vertreiben

Protest von Viehzüchtern in Sarrance in den Pyrenäen Bild: AFP

Französische Jäger und Viehzüchter wollen Bärinnen nach Spanien vertreiben

Der Konflikt um die Auswilderung zweier Braunbärinnen in den französischen Pyrenäen dauert an. Am Samstag bemühten sich Viehzüchter und Jäger im Departement Pyrénées-Atlantiques die beiden trächtigen Tiere über die Grenze nach Spanien zu vertreiben.

Der Konflikt um die Auswilderung von zwei Braunbärinnen in den französischen Pyrenäen ufert aus: Am Samstag zogen Viehzüchter und Jäger bei Laruns im Departement Pyrénées-Atlantiques nahe der spanischen Grenze in die Berge, um die beiden trächtigen Tiere zu verscheuchen - am Besten in Richtung Spanien. Laut dem Sender France 3 Nouvelle-Aquitaine waren rund hundert Jäger, Hirten und Lokalpolitiker an der Hatz beteiligt.

Die beiden Tiere, die 2019 Nachwuchs bekommen könnten, waren am Donnerstag und Freitag in dem Gebiet freigesetzt worden, in dem auch zwei männliche Braunbären leben. Die französische Regierung bemüht sich seit einigen Jahren um die Wiederansiedlung von Braunbären in den Pyrenäen und hat bereits mehrere Tiere aus Slowenien ausgewildert.

Naturschützer begrüßen das Auswilderungsprojekt. Viehzüchter und Schafhirten fürchten dagegen um ihre Tiere. Schätzungen zufolge verursachen Braunbären jährlich den Tod von rund 200 Schafen - bei einem Bestand von rund 600.000 Schafen in den Pyrenäen.

Comments

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.