Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO droht mit weiteren Streiks bei Ryanair

Ryanair-Mitarbeiter Bild: AFP

Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO droht mit weiteren Streiks bei Ryanair

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat mit weiteren und heftigeren Streiks beim irischen Billigflieger Ryanair gedroht. 'Wenn die Streiks der Piloten und Kabinenbeschäftigten nicht zum Einlenken führen, werden die Streiks zunehmen', sagte UFO-Chef Baublies.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat mit weiteren und heftigeren Streiks beim irischen Billigflieger Ryanair gedroht. "Wenn die Streiks der Piloten und Kabinenbeschäftigten nicht zum Einlenken führen, werden die Streiks zunehmen", sagte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies dem "Focus". Es werde "vielleicht auch zur Ferien- und Feiertagszeit" gestreikt. Ryanair verteidigte unterdessen die kritisierten Standort-Schließungen.

Das "schurkische" Geschäftsmodell wie bei Ryanair oder auch beim Billigflieger Norwegian Airlines werde verschwinden, zeigte sich Baublies überzeugt. "Billigflieger gibt es auch in Zukunft, aber solche wie Eurowings und Easyjet, in denen zumindest Tarifverträge und Mitbestimmung Normalität sind."

Ryanair dagegen werde nicht mehr zur Ruhe kommen, drohte der UFO-Vorsitzende. "Wenn sich Ryanair nicht von Grund auf erneuert, bringt sich die Airline um ihre Existenz." Schon ein weiteres Jahr wie das jetzige sei nicht durchzuhalten.

Ryanair hatte kürzlich für Mitte Oktober geplante Verhandlungen mit UFO abgesagt. Als Grund nannte die Airline laut Gewerkschaft deren Warnung, die schlechten Arbeitsbedingungen bei Ryanair könnten auch ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Für Unmut hatte zuletzt auch die Schließung mehrerer Ryanair-Basen gesorgt, unter anderem des Standortes Bremen. Ryanair verteidigte diese Entscheidungen am Freitag als "vernünftige Reaktion auf die sich verschlechternden Marktbedingungen", nämlich steigende Rohöl- und sinkende Flugpreise. Auch andere Airlines seien deshalb zur Schließung von Basen gezwungen gewesen. Dazu jedoch "schweigen" die Gewerkschaften, kritisierte Ryanair.

Bei dem irischen Billigflieger kommt es seit Monaten in verschiedenen Ländern immer wieder zu Streiks von Piloten und Flugbegleitern. Die Beschäftigten fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften verlangen vor allem, dass Ryanair jeweils nationales Arbeitsrecht anwendet. Ryanair weist die Vorwürfe schlechter Arbeitsbedingungen zurück.

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