Elektronische Patientenakte nimmt Gestalt an

Elektronische Patientenakte nimmt Gestalt an Bild: AFP

Elektronische Patientenakte nimmt Gestalt an

Die seit längerem geplante elektronische Patientenakte nimmt Gestalt an. Ärzte und Krankenkassen einigten sich in einem AFP am Montag vorliegenden Papier auf die Grundzüge des Vorhabens.

Die seit längerem geplante elektronische Patientenakte nimmt Gestalt an. Ärzte und Krankenkassen einigten sich in einem der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorliegenden Papier auf die Grundzüge des Vorhabens. Es soll demnach einen Bereich für medizinische Informationen wie Notfalldaten, Arztbriefe oder Medikationspläne geben. Ein weiteres Segment soll Angaben der Kassen enthalten - darunter fallen etwa Bonusprogramme. 

Einen dritten Bereich sollen die Versicherten selbst bestücken können. Dazu gehören Fitnessprogramme, die die Patienten mit Apps selbst messen können. Über das Papier hatte zunächst das "Handelsblatt" berichtet. Die Gesellschaft für den Aufbau eines Gesundheitsdatennetzes (Gematik) soll demnach die grundlegende technische Architektur und Schnittstellen definieren. Die Ärzteschaft legt die Formate fest, in denen medizinische Daten gespeichert werden.

Sollten sich Kassen und Ärzte wie in der Vergangenheit weiter gegenseitig blockieren, wolle Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Ausgestaltung der Akte an sich ziehen, hieß es in dem Bericht weiter. Ein Sprecher des Ministers lobte die Einigung als "wichtigen Schritt". Das Vorhaben solle nunmehr von allen Beteiligten mit Tempo vorangetrieben werden. Es werde erwartet, dass der geplante Einführungstermin eingehalten werden kann.

Über die elektronische Patientenakte wird in Deutschland seit langem diskutiert. Nach den Plänen von Spahn sollen gesetzlich Versicherte spätestens ab dem Jahr 2021 über Smartphones und Tablets auf ihre elektronische Patientenakte zugreifen können.

AOK-Chef Martin Litsch sagte dem "Handelsblatt": "Ein Zurück ohne Gesichtsverlust gibt es nicht." Die Chefin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, betonte, die Einigung mache deutlich, dass Ärzte und Kassen "gemeinsam an dem weiteren Auf- und Ausbau des sicheren Gesundheitsnetzes und seiner Anwendungen arbeiten".

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