Mikroplastik in Lebensmitteln bewegt mehr Deutsche

mp Groß-Gerau - Die Sorge vor Mikroplastik in Lebensmitteln wächst. kakuko / Pixabay.de

Mikroplastik in Lebensmitteln bewegt mehr Deutsche

Für den Großteil der deutschen Bevölkerung gelten Lebensmittel als sicher. Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind es immerhin 75 Prozent. Was aber immer mehr Deutsche bewegt und beunruhigt: Mikroplastik in Lebensmitteln.


Für den Großteil der deutschen Bevölkerung gelten Lebensmittel als sicher. Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind es immerhin 75 Prozent. Was aber immer mehr Deutsche bewegt und beunruhigt: Mikroplastik in Lebensmitteln.

Unter Mikroplastik werden kleine Kunststoffpartikel und -fasern verstanden, die in zunehmendem Ausmaß in der Umwelt nachgewiesen werden und möglicherweise auch in Lebensmitteln vorkommen. Waren zuvor 45 Prozent besorgt über Mikroplastik in Lebensmitteln, sind es nun mit einem Anstieg von elf Prozentpunkten mehr als die Hälfte der Befragten.

Aus den bisherigen Studien lässt sich nicht ableiten, wie viele Mikroplastikpartikel die Verbraucher beispielsweise durch den Verzehr von Fisch wirklich aufnehmen. Nachgewiesen wurde Mikroplastik vor allem im Magen-Darm-Trakt von Fischen, der in der Regel aber nicht verzehrt wird. "Um das tatsächliche Risiko von Mikroplastik in der Nahrungskette zu bewerten, benötigen wir verlässlichere Daten, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. "Das BfR führt derzeit Studien zur Aufnahme von Mikroplastikpartikeln über den Darm und den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen durch."

Weitere Ergebnisse der Umfrage: Nach wie vor nehmen die Befragten Rauchen, Klima- und Umweltbelastung sowie eine ungesunde oder falsche Ernährung als die größten gesundheitlichen Risiken wahr. Fragt man nach ausgewählten Themen, so führen Salmonellen, gentechnisch veränderte Lebensmittel, Antibiotikaresistenzen und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln immer noch die Bekanntheitsskala an - gefolgt von Mikroplastik in Lebensmitteln, Aluminium in Lebensmittelverpackungen und Kohlenmonoxid.

Spielzeug wird im Vergleich zur Vorgängerbefragung als genauso sicher eingeschätzt. Bei Textilien und Kosmetika ist das Sicherheitsgefühl leicht gesunken. Weiterhin vertrauen die Befragten den staatlichen Stellen in Deutschland überwiegend, dass diese die Gesundheit von Verbrauchern schützen.

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