Telstra-Finanzchefin Denholm neue Vorsitzende von Teslas Verwaltungsrat werden

Tesla-Logo Bild: AFP

Telstra-Finanzchefin Denholm neue Vorsitzende von Teslas Verwaltungsrat werden

Neue Chefin des Verwaltungsrates von Tesla ist die Finanzchefin des australischen Telekommunikationskonzerns Telstra, Robyn Denham. Sie übernimmt den Posten mit sofortiger Wirkung.

Neue Chefin des Verwaltungsrates von Tesla ist die Finanzchefin des australischen Telekommunikationskonzerns Telstra, Robyn Denham. Sie übernehme den Posten mit sofortiger Wirkung, teilte der Elektroautohersteller am Mittwoch (Ortszeit) mit. Denham sitzt bereits seit 2014 im Verwaltungsrat von Tesla. Firmengründer Elon Musk musste den Verwaltungsratsvorsitz auf Druck der US-Börsenaufsicht abgeben.

Dynham werde noch sechs Monate lang für Telstra als Finanzvorstand weiterarbeiten, teilte Tesla mit. Musk werde sie in ihrer neuen Funktion unterstützen, um einen "reibungslosen Übergang zu gewährleisten". Denham habe bereits für Technologiekonzerne wie Juniper Networks und Sun Microsystems gearbeitet - ebenso für den japanischen Autobauer Toyota. Mit ihrer Expertise habe sie schon in den vergangenen vier Jahren als Verwaltungsratsmitglied "wichtige Beiträge" auf dem Weg Teslas zu einem profitablen Unternehmen geleistet. 

Die US-Börsenaufsicht hatte Musk Ende September verklagt, Anleger in die Irre geführt zu haben. Der Tesla-Chef hatte Anfang August mit einer Mitteilung im Kurzbotschaftendienst Twitter für Wirbel gesorgt, wonach er einen Rückzug des Elektroautobauers von der Börse ins Auge fasse und die Finanzierung dafür "gesichert" sei. An den Aktienmärkten sorgte die unkonventionelle Ankündigung für Unruhe; die Tesla-Aktie legte um fast elf Prozent zu, woraufhin die New Yorker Börse den Handel mit den Papieren zeitweise aussetzte.

Ende August machte Musk dann einen Rückzieher: Hatte er zuvor noch argumentiert, dass die Unabhängigkeit des Unternehmens von der Gunst der Börsenanleger gut für Tesla sei, kündigte er in einem Blog-Eintrag an, der Verbleib an der Börse sei doch der "bessere Weg für Tesla".

Kurz nach der Anklage schloss die Börsenaufsicht einen Vergleich mit Musk: Er verzichtet auf seinen Posten als Verwaltungsratschef, er und die Firma zahlen zudem jeweils 20 Millionen Dollar Strafe. Im Gegenzug durfte Musk Geschäftsführer bleiben.

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