Versorgungsflug zur ISS verzögert sich wegen schlechten Wetters

Der Flug eines Raumstransporters zur ISS verzögert sich Bild: AFP

Versorgungsflug zur ISS verzögert sich wegen schlechten Wetters

Wegen schlechter Wetterbedingungen ist der Start eines mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS beladenen US-Raumtransporters um zwei Tage verschoben worden. Die unbemannte Kapsel 'Cygnus' soll nun am Samstag starten.

Wegen schlechter Wetterbedingungen ist der Start eines mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS beladenen US-Raumtransporters um zwei Tage verschoben worden. Die Antares-Rakete mit der unbemannten Kapsel "Cygnus" werde nun am Samstag (10.01 MEZ) vom Weltraumbahnhof Wallops Island vor der Küste des US-Bundesstaats Virginia starten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mit. 

Der Flug war zunächst von Donnerstag auf Freitag verschoben worden. Er wurde dann einen weiteren Tag nach hinten verlegt, weil für Freitag unter anderem starke Winde vorhergesagt wurden. Der Raumtransporter hat mehrere Tonnen Fracht geladen, darunter Material für wissenschaftliche Experimente.

Die Wettervorhersage für Samstag sei "deutlich" besser. Die Wahrscheinlichkeit für mögliche Wetteränderungen, die einen Start verhindern könnten, lägen bei unter fünf Prozent, erklärte Antares-Betreiber Northrop Grumman.

Bereits am Freitag (19.14 Uhr MEZ) soll ein russischer Raumtransporter vom Typ "Progress" mit Nachschub zur ISS geschickt werden. Der Start ist am Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur geplant. Die Ankunft des Raumtransporters bei der ISS ist für Sonntag geplant. Am Montag um 10.20 Uhr (MEZ) soll dann die "Cygnus"-Kapsel folgen.

Es sind die ersten Versorgungsflüge zur ISS seit dem Fehlstart einer bemannten Sojus-Rakete vor gut einem Monat. Die Astronauten mussten damals kurz nach dem Start am Weltraumbahnhof Baikonur wegen eines technischen Defekts in der kasachischen Steppe notlanden.

Derzeit hat der deutsche Astronaut Alexander Gerst das Kommando an Bord der ISS. Zur Crew von Gerst, die am 20. Dezember zur Erde zurückkehren soll, gehören die US-Astronautin Serena Aunón-Chancellor und der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew. Der nächste bemannte Sojus-Start zur ISS ist für den 3. Dezember vorgesehen. 

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