Opec-Mitglieder sprechen sich für Drosselung der Ölproduktion aus

Ölpipelines für den Export auf der iranischen Insel Charg Bild: AFP

Opec-Mitglieder sprechen sich für Drosselung der Ölproduktion aus

Ungeachtet der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Beibehaltung der Fördermenge bei Rohöl haben sich Mitglieder der Opec für eine Drosselung der Produktion ausgesprochen. Angestrebt werde eine 'ausreichende Senkung', sagte der saudiarabische Energieminister Chaled al-Faleh am Donnerstag in Wien. In der österreichischen Hauptstadt kommen die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder und andere Ölproduzenten am Donnerstag und Freitag zusammen, um über die Fördermengen im kommenden Jahr zu beraten.

Ungeachtet der Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Beibehaltung der Fördermenge bei Rohöl haben sich Mitglieder der Opec für eine Drosselung der Produktion ausgesprochen. Angestrebt werde eine "ausreichende Senkung", sagte der saudiarabische Energieminister Chaled al-Faleh am Donnerstag in Wien. In der österreichischen Hauptstadt kamen die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und andere Ölproduzenten zusammen, um am Donnerstag und Freitag über die Fördermengen im kommenden Jahr zu beraten.

"Wir werden eine Senkung haben", hatte im Vorfeld bereits der Ölminister Omans, Mohammed bin Hamad Al-Rumhi, angekündigt. Auch Nigerias Ölminister Emmanuel Ibe Kachikwu sprach sich für eine niedrigere Fördermenge aus. Iran, drittgrößter Produzent, forderte wegen der US-Sanktionen eine Ausnahme.

Die Förderländer könnten das Fördervolumen auf dem aktuellen Niveau halten oder noch weiter drosseln, um die Preise zu stabilisieren. Trump hatte die Opec noch am Mittwoch aufgefordert, keine Drosselung zu beschließen. "Hoffentlich wird die Opec den Ölfluss beibehalten, nicht einschränken", schrieb er  im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Die Welt will und braucht keine höheren Ölpreise!"

Saudi-Arabien reagierte darauf am Donnerstag mit dem Hinweis, dass die USA nicht in der Position seien, dem weltgrößten Ölproduzenten vorzuschreiben, was dieser tun solle. "Wir brauchen für Kürzungen von niemandem die Erlaubnis", sagte Energieminister al-Faleh. 

Trump hat dem Ölkartell wiederholt vorgeworfen, die Preise künstlich hochzuhalten. Dabei ist der Ölpreis in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 30 Prozent gesunken. Grund dafür ist, dass Händler ein Überangebot bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage wegen der sich abschwächenden Konjunktur erwarten.

Am Donnerstag gab der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar um mehr als vier Prozent nach und sank unter die Schwelle von 60 Dollar. Händler werteten die Aussage al-Falehs zu einer "ausreichenden Senkung" der Förderung dabei als zu zurückhaltend. 

Saudi-Arabien steht bei der Ölproduktion vor dem Dilemma,  nicht den Zorn Trumps auf sich ziehen zu wollen, da die bilateralen Beziehungen nach der Tötung des regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ohnehin schon belastet sind.

In Deutschland können Autofahrer nach Angaben des ADAC indes wieder etwas entspannter an die Tankstellen fahren als noch im November. Ein Liter Super E10 kostete im Bundesdurchschnitt gut zwei Cent weniger als in der vergangenen Woche, wie der Automobilclub am Mittwoch mitgeteilt hatte. Im vergangenen Monat hatten die Kraftstoffpreise trotz der sinkenden Rohölpreise dem ADAC zufolge erneut einen Jahreshöchststand erreicht, der "weder mit dem Wetter noch mit dem Niedrigwasser an Rhein und Main, das zu punktuellen Lieferschwierigkeiten führte, hinreichend zu erklären" sei. 

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