Der Renault-Plan fürs autonome Fahren

mid Groß-Gerau - Kühner Ausblick: Die Renault-Studie EZ-ULTIMO weist in die nicht allzu ferne Zukunft des Fahrens. Renault

Der Renault-Plan fürs autonome Fahren

Die Deutschen, das Auto und das autonome Fahren - eine Kombination, die aktuell noch viele offene Fragen birgt. Klar ist: An den automatisieren Fahrzeugen führt kein Weg vorbei. Und zwar eher mittel- als langfristig. Beispiel Renault: Die Marke forscht seit Jahren intensiv in diesem Bereich und zeigt mit aufregenden Zukunfts-Visionen, wohin die Reise geht. Soviel lässt sich schon heute sagen: Es wird spannend.


Die Deutschen, das Auto und das autonome Fahren - eine Kombination, die aktuell noch viele offene Fragen birgt. Klar ist: An den automatisieren Fahrzeugen führt kein Weg vorbei. Und zwar eher mittel- als langfristig. Beispiel Renault: Die Marke forscht seit Jahren intensiv in diesem Bereich und zeigt mit aufregenden Zukunfts-Visionen, wohin die Reise geht. Soviel lässt sich schon heute sagen: Es wird spannend.

Ihre Vorstellungen vom automatisierten Fahren demonstrieren die Franzosen etwa mit dem spektakulären Concept Car Symbioz und den drei wegweisenden Robo-Autos EZ-GO, EZ-PRO und EZ-ULTIMO. Sie sind konkrete Ergebnisse des Strategieplans "Drive the Future", nach dem die Renault Gruppe bis zum Jahr 2022 insgesamt 15 Modelle mit automatisierten Fahrfunktionen auf den Markt bringen wird. Gemeint sind damit auch voll automatisierte Fahrzeuge, die alle Voraussetzungen für die vierte von fünf Stufen des autonomen Fahrens erfüllen werden.

Was die Autofahrer heute bei diesem Thema brennend interessiert: Was genau können diese Autos - und welche Rolle spielt der Insasse vorne links, der bisher alleine das Steuer in der Hand gehalten hat? Am Beispiel des Symbioz von 2017 lässt sich das bereits exemplarisch erkennen. Denn sein "Mind-off"-Level (Stufe 4) erlaubt das voll automatisierte Fahren auf dafür zugelassenen Straßen, also auf Autobahnen, Schnellstraßen oder in der City. Dabei muss der Fahrer das Verkehrsgeschehen nicht mehr ständig im Auge behalten und kann sich anderweitig beschäftigen - indem er etwa mit der Virtual Reality-Brille in fremde Welten eintaucht. "Das Fahrzeug kann selbstständig die Spur wechseln, Kurven fahren, überholen sowie Stop-and-go-Verkehr bewältigen", beschreiben die Renault-Techniker die Fähigkeiten des Versuchsträgers, der bereits in Tests unter realen Verkehrsbedingungen erprobt wird.

Der Wagen übernimmt bei der voll automatisierten Fortbewegung alle Funktionen, die zum Fahren gehören, und gibt sie nur dann wieder ab, wenn eine Situation für das System nicht zu bewältigen ist. Die fünfte und letzte Stufe ist dann das fahrerlose oder autonome Fahren: Der Wagen und das System brauchen lediglich eine Zieleingabe und die Freigabe zum Start. Dann wird unabhängig von Straßentyp und Umfeldbedingungen und in allen Geschwindigkeitsbereichen vollautomatisch das Ziel angesteuert. Nicht einmal ein Lenkrad ist dann mehr nötig.

Ein Robo-Car der Luxusklasse ist der jüngste Spross der Renault-Zukunftsfahrzeuge: der erst diesen Herbst präsentierte EZ-ULTIMO. Das Fahrzeug ist voll vernetzt, voll automatisiert und voll elektrisch. Wie bei den Studien EZ-GO und EZ-PRO ist die flache Batterie platzsparend unter dem Fahrzeugboden montiert, geladen wird sie per Induktion. Das 4CONTROL-Fahrwerk verfügt über mitlenkende Hinterräder und eine aktive Aufhängung, die den Aufbau um mehrere Zentimeter anhebt, sobald sich das Fahrzeug in Bewegung setzt. Dank seiner Kameras, Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren überwacht der EZ-ULTIMO permanent das Fahrumfeld. Im Falle einer Verkehrsstörung oder anderer unvorhergesehener Vorfälle bremst er rechtzeitig und kommt in einer sicheren Position zum Stehen. Das Ziel der aufwendigen und teuren Entwicklung ist klar: Es geht um den Straßenverkehr ohne Unfälle.

Auch wenn das noch - nahe - Zukunftsmusik ist: Bei Renault ist schon heute deutlich zu erkennen, wie die zunehmende Vernetzung und die Ausstattung mit den für die Automatisierung benötigten Systemen "demokratisiert" wird. Das heißt: Sie wird von den Top-Modellen der Marke zu den kleineren Baureihen durchgereicht. So wird der neue Clio, der 2019 auf den Markt kommt, eine ganze Reihe von elektronischen Helfern an Bord haben, die in der Kleinwagenklasse längst noch nicht selbstverständlich sind. Und das bedeutet einen weiteren großen Schritt hin zu mehr Sicherheit. Denn schon heute sorgen die Assistenzsysteme in kritischen Situationen für Stabilität, halten automatisch Abstand oder unterstützen den Fahrer bei Brems- oder Parkmanövern.

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