Insolvenzverwalter von Air Berlin verklagt Ex-Miteigentümer Etihad

Air-Berlin-Maschine in Düsseldorf Bild: AFP

Insolvenzverwalter von Air Berlin verklagt Ex-Miteigentümer Etihad

Der Insolvenzverwalter von Air Berlin hat den früheren Miteigentümer Etihad Airways auf Schadenersatz verklagt. Demnach soll Etihad zunächst 500 Millionen Euro zahlen.

Der Insolvenzverwalter von Air Berlin hat den früheren Miteigentümer Etihad Airways auf Schadenersatz verklagt. Die Klage ging beim Landgericht Berlin ein, wie es am Freitag mitteilte. Demnach fordert Insolvenzverwalter Lucas Flöther zunächst 500 Millionen Euro von Etihad sowie die Feststellung, dass die Airline zu weiterem Schadenersatz verpflichtet sei.

Der Großaktionär Etihad hatte im August 2017 überraschend die Zahlungen an Air Berlin eingestellt und die Fluggesellschaft in die Insolvenz getrieben. Ende Oktober 2017 stellte Air Berlin den Dienst ein.

Der Insolvenzverwalter beruft sich nun auf einen sogenannten Comfort Letter von Etihad von Ende April 2017. Darin ist laut dem Gericht festgeschrieben, dass Etihad Air Berlin für die kommenden 18 Monate die notwendige finanzielle Unterstützung zukommen lassen wird. Trotzdem stellte Etihad nur wenige Monate später die Zahlungen ein.

Der Kläger sei der Auffassung, dass Etihad mit dem Schreiben eine "rechtsverbindliche Zusage" getätigt habe, heißt es in der Mitteilung des Gerichts. Deshalb müsse Etihad "sämtliche berechtigten Forderungen der Gläubiger ausgleichen". Die geprüften Insolvenzforderungen beliefen sich auf zunächst 500 Millionen Euro - weitere Forderungen lägen vor, seien aber noch nicht geprüft. Die zuständige Kammer des Landgerichts setzte den Streitwert vorläufig auf bis zu zwei Milliarden Euro fest.

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