Umweltorganisationen fordern von Merkel Bekenntnis zu ehrgeizigen Klimazielen

Appell an Kanzlerin Merkel Bild: AFP

Umweltorganisationen fordern von Merkel Bekenntnis zu ehrgeizigen Klimazielen

In der entscheidenden Phase der Klimaverhandlungen in Kattowitz haben sich mehrere Umweltorganisationen in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. Sie forderten ihre Unterstützung für ehrgeizige Klimaziele.

In der entscheidenden Phase der Klimaverhandlungen in Kattowitz haben sich mehrere Umweltorganisationen in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt und ihre Unterstützung für ehrgeizige Klimaziele gefordert. Der Erfolg der 24. UN-Klimakonferenz stehe "auf der Kippe", erklärten Germanwatch, Greenpeace Deutschland, WWF Deutschland und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Freitagabend in Kattowitz. "Deshalb wenden wir uns mit einem öffentlichen Appell an Sie."

Die Organisationen verwiesen darauf, dass Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Mittwoch im Rahmen der sogenannten High Ambition Coalition mit Regierungsvertretern anderer Staaten angekündigt hatte, die nationalen Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 zu erhöhen. Am Freitagabend rief das Bündnis erneut zu mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung auf. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte am Donnerstagabend im ZDF gesagt, Schulze könne sich dieser Idee bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz zwar anschließen, es entscheide aber letztlich die Bundesregierung.

Merkel müsse daher Stellung beziehen, forderten die Umweltorganisationen. "Ohne eine klare Positionierung Deutschlands" drohe der Vorstoß des Bündnisses der im Klimaschutz besonders ehrgeizigen Länder zu scheitern, "ein einigermaßen ambitioniertes Ergebnis in Kattowitz zu erreichen".

"Wir bitten Sie deshalb dringend, als Kanzlerin klarzustellen, dass die deutsche Bundesregierung hinter diesen ambitionierten Zielen und Ankündigungen steht", hieß es in dem Appell weiter. Dies sei "notwendig, um diese Konferenz zu einem Erfolg zu führen".

Die Verhandlungen in Kattowitz hatten eigentlich am Freitagabend enden sollen. Da einige Streitpunkte weiter nicht gelöst sind, wird nun aber mit einer Verlängerung bis Samstag gerechnet.

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